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Jacko

American Bulldog x Dogo Argentino x Bullterrier, kastrierter Rüde, ca. 60 cm groß, 36 kg schwer, 5 Jahre alt.
Herkunft: Privatvermittlung

An Jacko gab es nichts auszusetzen, er war ein Traumhund: freundlich zu anderen Hunden, mochte Kinder (auch Babies), vertrug sich mit Katzen, blieb brav allein zu Hause, war gut erzogen, ruhig und gesund, geduldig, liebenswürdig, und fiel im Haus gar nicht auf.

Für ihn lagen nicht nur ein Rassegutachten vor, das ihn in Bayern als Hund der Kategorie 2 auswies, sondern auch ein Wesenstest, der all die guten und oben genannten Eigenschaften bestätigte.

Im Wesenstest wurde ihm ein „ruhiges, zurückhaltendes, nicht aufdringliches, teilweise etwas ängstliches, nach Ansprache freundliches und gutartiges Verhalten“ bescheinigt. Sowohl freilaufend als auch angeleint verhielt er sich anderen Hunden gegenüber freundlich und zeigte weder Wehrtrieb noch Schutzverhalten.

Jacko beherrschte zudem die Grundkommandos und befolgte sie so gut wie immer. Er liebte es, im Auto mitzufahren und saß sofort drin, wenn man Tür oder Kofferraum öffnete.

An Jacko lag es also nicht, dass er ein neues Zuhause suchte!

Leider kam aber der Mann seiner Halterin mit Hunden überhaupt nicht klar, und seit ein Baby im Haus war, konnte sie selber Jacko nicht mehr die Aufmerksamkeit schenken, die er brauchte. Er sollte daher wieder ein Zuhause bekommen, in dem er geliebt und geschätzt wird.

Anfragen gab es – wen wundert es? – viele, darunter auch einige sehr gute. Das Rennen haben letztendlich Constanze und Mathias gemacht, die es sich nicht nehmen lassen wollten, hier selber zu berichten!

Constanze und Mathias schreiben:

Der neue Mitbewohner!

Zehn Wochen ist es jetzt her, seit der „kleine“ Jacko bei uns eingezogen ist.

Wir haben damals lange in den Tierheimen der Umgebung und dem Internet nach einem Hund gesucht. Erst über Umwege sind wir auf die Molosser-Vermittlungshilfe gestoßen.

In der Beschreibung klang Jacko wie ein echter Traumhund und wir waren daher sehr enttäuscht, als er kurz vor der Kontaktaufnahme als reserviert markiert wurde. Doch das Glück war auf unserer Seite. Nach ein paar Tagen war Jacko wieder zu haben und wir haben uns sofort mit der MVH in Verbindung gesetzt.

Die Kontaktaufnahme mit der Halterin ging Dank der guten Organisation der Vermittlungshilfe auch ganz schnell. Die Selbstauskunft war ausgefüllt und ein erstes Telefonat mit Jackos Vorbesitzerin geführt, ein paar Tage später saßen wir im Auto nach Fürth und durften Jacko persönlich kennenlernen.

Es war eine stürmische Begrüßung: Wir hatten aber gleich das Gefühl, dass sich hinter der aufgeregten Fassade ein ganz feiner Kerl versteckt. Schon auf unserer Rückfahrt waren wir uns einig, dass wir gut mit ihm auskommen würden.

Als die Halterin sich für uns entschied, wurde von der MVH schnell ein Vorbesuch organisiert und ein paar Tage später besuchte uns eine sehr nette Dame vom Tierheim München. Nachdem so sichergestellt worden war, dass Jacko es gut bei uns haben würde, durften wir ihn schließlich zu uns holen.

Er hat sich super eingelebt!

Hier darf er seine Bälle durch die Isarauen jagen, neben uns durch den Wald joggen und an den Wochenenden auf seinem Grundstück am See herumstreifen.

Seit ein paar Tagen ist er nun die lästige Leinenpflicht los, weil er auch seinen zweiten Wesenstest mit Bravour bestanden hat.

Kurz gesagt, er ist ein echter Pfundskerl und es kommt uns jetzt schon vor, als ob er immer schon da war.

Danke für die tolle Vermittlung und Organisation.
Es hat alles super geklappt.

Constanze und Mathias

Die Molosser-Vermittlungshilfe hat zu danken! 🙂

Jacko war einer der Hunde, der uns von Anfang an Kopfzerbrechen bereitet hat: um derart nette Notfellchen reissen sich nämlich die Interessenten und es gilt daher, effektiv die Spreu vom Weizen zu trennen. Uns gelingt das meist recht gut, doch leider halten sich Vermittler nicht immer an unsere Empfehlungen und Warnungen und so wurde Jacko ohne vorherige Rücksprache mit uns einfach jemandem mitgegeben. Die Vermittlung ging dann auch prompt schief und Jacko wurde stante pede wieder zurückgebracht.

Für den „Dicken“ und euch war das ein Glück, denn so konnten wir wieder von vorne anfangen und dieses Mal wurde alles genau so gemacht, wie man das im seriösen Tierschutz tut. 😉

An dieser Stelle auch noch mal einen ganz herzlichen Dank an das Tierheim München für die „Amtshilfe“!

Die mails und Fotos aus dem neuen Zuhause machen uns sehr glücklich: hier kann Jacko endlich wieder Hund sein, sein Leben genießen, viel Spaß haben und hat endlich wieder ZWEI Menschen an seiner Seite, die mit ihm durch dick und dünn gehen!

 

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Brundo

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Presa Canario, kastrierter Rüde, geimpft und gechipt, geboren Mitte 2015.
Herkunft: Privatvermittlung

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Presa Canario Brundo stammte vermutlich ursprünglich aus Ungarn. Im Alter von drei Monaten führte ihn sein Weg über Kroatien (wo man ihm leider auch die Ohren kupierte) nach Deutschland – eine Tierschützerin brachte ihn bei einer Familie in der Lüneburger Heide unter.

Brundo hatte sich zu einem großen, gutmütigen und sehr ruhigen Hund entwickelt. Er kannte Pferde, Autofahren und alle Bereiche des täglichen Lebens, denen er ohne Angst begegnete.

Fremde und Besucher wurden freundlich und aufgeschlossen mit Schwanzwedeln begrüßt. Aggression gegen Menschen war ihm absolut unbekannt und er freute sich immer, wenn sich jemand mit ihm beschäftigte, war aber schon glücklich, wenn er in der Nähe seiner Menschen dösen konnte und seine täglichen Kuscheleinheiten bekam.

Außerdem kannte Brundo die Grundkomanndos und war mit Hündinnen sowie den meisten Rüden absolut verträglich. Die Katzenverträglichkeit hingegen war noch nicht getestet worden.

In seinem Zuhause lebte er mit zwei Rüden zusammen….und genau das war der Knackpunkt: mit einem der Altrüden gab es zunehmend Reibereien und  deshalb wurde dieser absolut unkomplizierte Traumhund abgegeben.

480_Brundo_Sofa

Wie zu erwarten mussten wir nicht lange auf Interessenten warten und schon die zweiten klangen perfekt:

Ein sehr sympathisches Ehepaar mit Rasseefahrung und sehr ländlich gelegenem eigenem Haus und großem Grundstück. Neben Katzen, Hühnern, Gänsen, Enten und Ziegen ist noch eine 7-jährige French Bulldog-Hündin vorhanden.

Es war Liebe auf den ersten Blick und so durfte Brundo Anfang Oktober 2016 gleich an den Niederrhein umziehen!

Sein neues Frauchen Petra schrieb im Januar 2017:

Brundo ist nahezu vier Monate bei uns und ich dachte, Sie würden gerne auf Ihrer Website von Ihrem Vermittlungserfolg berichten. 😉

Die größte Frage war ja die Katzen-Verträglichkeit. Brundo hatte zuvor keine Erfahrung mit Katzen gesammelt, aber nach der Beschreibung des Charakter durch den Vorbesitzers waren wir bereit, es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Wie Sie sehen, hat es sich gelohnt. Unsere Katzen lieben ihren großen Bruder:

Brundo und unser Kitten Lucky. Eine tolle farbliche Kombi.

Brundo und unser Kitten Lucky. Eine tolle farbliche Kombi.

Molly schleckt gerne seine Brauen ab. 

Molly schleckt gerne seine Brauen ab.

Auch für seine kleine Schwester Klara ist Brundo eine Bereicherung. Trotz des Größenunterschiedes spielen die beiden toll miteinander – Brundo ist dabei sehr vorsichtig und knabbert zärtlich an ihren kleinen Speckärmchen.

Morgendliche Kuschelstunde

Morgendliche Kuschelstunde

Zwischen Brundo und der niedlichen Klara herrscht eine ganz tolle Harmonie:

Brundo Klara Couch

Brundo und Klara

Brundo und Klara

Auch in der morgendlichen Gassi-Runde (einige Nachbarn mit Hündinnen und Rüden) hat sich Brundo gut integriert.

Morgenrunde

Kurzum: Brundo ist eine Bereicherung für uns. Er ist ein junger Hund mit Flausen im Kopf, der gerne mal seine Grenzen austestet, weswegen wir mit ihm die Hundeschule besuchen.

Danke, dass Sie diese Vermittlung möglich gemacht haben!

Herzlichst,
Petra L.

Diesen Dank können wir Mädels von der Molosser-Vermittlungshilfe nur aus ganzem Herzen zurückgeben!

Wir sind glücklich, dass wir dazu beitragen konnten, dass Brundo ein endgültiges und liebevolles Zuhause finden konnte und sind seiner neuen Familie unglaublich dankbar, dass sie sich so toll um ihn kümmern, seine wunderbaren Anlagen weiterhin fördern und ihn mit offenen Armen und Herzen bei sich aufgenommen haben.

Brundo Weihnachten

 

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Toby

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Boxer-Labrador-Bracken-Mischling, unkastrierter Rüde, geimpft, gechipt und bei Tasso registriert, keine Krankheiten bzw. Beschwerden, ca. 65 cm groß, ca. 37 kg schwer, 3 Jahre alt (*04/2011).
Herkunft: Privatvermittlung

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Anmerkung Grazi: Toby lag uns ganz besonders am Herzen, da ich seit den 90’ern mit Ute, seinem ersten Frauchen, befreundet bin und seine Entwicklung daher von Welpenbeinen an mitverfolgen durfte. 

**************

Tobys Frauchen musste vom Haus mit großem Garten auf dem Land in eine kleine Wohnung in der Stadt umziehen und hatte sich nach langen, schmerzhaft-traurigen Überlegungen eingestanden, dass Toby ein solches Leben nicht verdient hatte. Sie suchte deswegen ein tolles neues Zuhause für ihren Jungen.

Der wunderschöne Mischlingsrüde war ein lebenslustiger Kerl, der alle Zweibeiner liebte, sich sehr über Besuch freute und alle stürmisch begrüßte. Wenn die Enkelkinder der Familie (4 und 2 Jahre sowie 10 Monate) zu Besuch kamen, musste man anfangs zwar etwas aufpassen, dass Toby sie nicht umrannte, doch nach ein paar Minuten kehrte Ruhe ein und er lief interessiert mit den Kindern mit, um zu schauen, was die Kleinen so trieben.

Die beiden vorhandenen Katzen wurden akzeptiert. Immer wieder versuchte Toby, sie zum Spielen aufzufordern und war dann gefrustet, wenn er feststellen musste, dass sie seine Spielaufforderungen nicht verstanden. Da sich die Katzen untereinander nicht so gut verstanden, hatte Toby es sich zur Aufgabe gemacht, bei Streit dazwischen zu gehen. Alle fremden Katzen auf dem Grundstück wurden verjagt. Den Jagdtrieb hatte er wohl von dem Brackeanteil in sich geerbt. Daran musste noch gearbeitet werden.

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Tobys Verhältnis zu fremden Hunden war unterschiedlich: Rüden empfand er meist als Konkurrenten, Hündinnen waren eher interessant. Aufgrund der SEHR ländlichen Wohnlage hatte er jedoch nur eine Boxerhündin als Freundin, mit der er wie verrückt spielte.

Wenn Toby seine „dollen fünf Minuten“ hatte, rannte er wie ein Bekloppter hakenschlagend durch den Garten und freute sich seines Lebens. War er GANZ aufgedreht, sprang er fröhlich bellend mit allen vier Pfoten gleichzeitig in die Luft. Im Haus war der alberne Kerl ein eher ruhiger Vertreter. Gerne legte er sich mit aufs Sofa, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen.

Viel Spaß hatte er an der Reizangel und dabei, Gegenstände oder Leckerlis zu suchen. Nasenarbeit war sein großes Hobby. Er fand es aber auch toll, im Auto mit zu fahren und alles zu beobachten. Entweder saß er aufmerksam rausschauend im Auto oder er legte sich (bei einer längeren Fahrt) gemütlich zu einem Schläfchen hin.

Irgendwie hatte Toby sich beigebracht, Türen zu öffnen. Sobald er aber merkte, dass seine Menschen zurückkamen, legte er sich in seinen Korb und setzte einen Blick auf, der genau sagt: „Ich war das nicht“. 😉 Für ein paar Stunden konnte er aber trotzdem gut alleine bleiben, ohne die Wohnung umzudekorieren.

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Die Grundkommandos der Hundeerziehung kannte Toby und wenn er wollte, hörte er aufs Wort. Wenn er keine Lust hatte, dauerte es halt etwas länger….. manchmal fiepte er dann leise vor sich hin, so dass man sich fast als Tierquäler fühlte. Mit tollen Leckerlis war er aber gut zu bestechen.

Für Toby, den lieben Jungen und verrückten Knallkopp, wünschte sich sein Frauchen ein Zuhause mit eingezäuntem Grundstück bei lieben Menschen, die einfach Freude daran hatten, mit einem etwas verrückten, lebenslustigen und fröhlichen Hund ihr Leben zu teilen und ihm die nötige Zuwendung und Aufmerksamkeit zu geben.

Dementsprechend glücklich waren alle, als sich bereits nach wenigen Wochen eine Familie mit Kleinkind meldete, bei der alles zu passen schien. Tobys Frauchen fuhr persönlich mit ihm von Ostfriesland ins Münsterland runter, um sich vor Ort alles anzuschauen: die Umgebung passte, die Familie war supernett und Toby war mit dem kleinen Sohn total entspannt.

Anfang März 2015 wurde Toby von seiner neuen Familie abgeholt und hüpfte nach einem kleinen Spaziergang auch fröhlich ins Auto rein. Die ersten Berichte aus dem neuen Zuhause klangen toll und auch die Trainerin, die ihn besuchte, war total begeistert von Toby!

Toby Münsterland

Doch knappe 3 Monate später kam die Nachricht, mit der niemand gerechnet hatte: Toby zeigte bei seinen neuen Menschen ein derart territoriales sowie beschützendes Verhalten, dass der Bub bei Spaziergängen mit Kleinkind und Kinderwagen nicht sicher zu führen war. 🙁

Im Haus und im Umgang mit dem gerade mal 1-jährigen Sohn war Toby ein Traum, doch beim Anblick mancher Artgenossen pöbelte er so heftig herum, dass er kaum zu halten war und der Familienvater befürchtete, der Bursche könne beim Durchstarten das Kleinkind (unbeabsichtigt) umrennen und verletzen.

Kurz und gut: man fühlte sich überfordert und Toby sollte schnellstmöglich weg. Nach zähen Verhandlungen gelang es uns, einen Aufschub nach dem anderen zu bekommen, bis wir Ende August endlich eine Pflegestelle mit Option auf Endstelle fanden…witzigerweise wieder in Ostfriesland, wo Toby ursprünglich herkam!

Da sich die „Interimsbesitzer“ der jungen Frau gegenüber nicht gerade fair verhalten hatten, waren wir sehr froh, dass Tobys erstes Frauchen die Verantwortung übernahm und er nun wieder ganz offiziell in ihrem Besitz war. So war dann glücklicherweise auch wieder eine vernünftige Kommunikation mit Interessenten möglich!

In der PS stellte sich heraus, dass wir mit unserer Vermutung richtig lagen: die Leinenpöbelei und angebliche Aggression Tobys lag ausschließlich am anderen Ende der Leine. Wer gute Führungsqualitäten hat und natürliche Souveränität ausstrahlt, hat mit Toby nämlich überhaupt keine Probleme: er war zwar – aufgrund weniger Hundekontakte – beim Anblick fremder Artgenossen teilweise aufgeregt, zeigte sich aber selbst am Hundestrand nicht ein einziges Mal aggressiv. Wenn man kleinere Unterordnungübungen wie Sitz, Platz oder auch Pfötchengeben verlangte, richtete er seine Aufmerksamkeit gleich wieder auf den Menschen und freute sich, ihm gefallen zu dürfen.

Auch bei Wildsichtungen hatte sich diese Methode bewährt und Stine (ein kleines zartes Persönchen) konnte bereits nach wenigen Tagen auf das überflüssige Halti verzichten.

Selbst die Nachbarskatzen reizten Toby nicht übermäßig und mit der „Hauskatze“ kam er schon nach wenigen Tagen super klar: er ließ sich alles von ihr gefallen (dass sie ihm z.B. sein Futter wegmampfte, während er daneben saß) und war völlig relaxt. Da die Freigängerin jedoch grantelte und ihm auch schon mal eine Ohrfeige verpasst hatte, war er ihr gegenüber leider zu aufgeregt und verbellte sie, ohne dabei jedoch aggressiv zu werden. Somit kam ausgerechnet die souveränere der beiden Katzen überhaupt nicht mit Toby klar und mochte kaum noch nach Hause kommen. So schwer es dem Pflegefrauchen auch fiel, aber unter diesen Umständen konnte Toby leider nicht bei ihr bleiben.

Wir rechnen es Stine daher SEHR hoch an und danken ihr aus ganzem Herzen, dass der Bub trotzdem so lange bleiben durfte, bis sich ein wirklich gutes und endgültiges Zuhause fand…. denn Toby sollte keinesfalls zum Wanderpokal werden!

Toby Ostfriesland

Mitte Oktober meldete sich dann ein sehr nettes und hunde-erfahrenen Ehepaar ohne Kinder und ohne weitere Tiere, aber mit eigenem Haus und sicher umfriedeten Garten (2 m hohe Mauer) mit direktem Zugang zum Wald dahinter, der zu langen und schönen Spaziergängen einlud.

Bei einem ersten Kennenlernen waren sich alle gleich sympathisch und auch der Vorbesuch verlief so positiv, dass Andy und Yvonne gleich eine Zusage bekamen. Ende Oktober wurde Toby abgeholt….. und im neuen Zuhause lief alles von Anfang an ganz wunderbar: Toby ist glücklich, hat jede Menge Spaß und reagiert auch bei seinen neuen Menschen bei Hundebegegnungen schön relaxt. Den meisten Artgenossen gegenüber ist er sehr freundlich und eher verspielt.

Laufen ohne Leine macht er auch sehr gerne und hört, wenn er zurückgerufen wird, wirklich ganz prima.

Ebenso ist er im Umgang mit den Neffen der beiden (5 und 2 Jahre ) sehr liebevoll und vorsichtig.

Yvonne Toby

Was Tobys Beschützerinstinkt angeht, sind Andy und Yvonne vollstens zufrieden: der Bub kann gute und böse Menschen sehr gut unterscheiden! Als der Schornsteinfeger schellte, war er sehr aufgeweckt und neugierig, was der fremde Mann denn da so macht, blieb aber immer freundlich. Als es einige Stunden später erneut schellte und eine Frau für einen Zirkus sammeln wollte, war das für Toby noch kein Problem und er reagierte freundlich. Als sein Frauchen aber anmerkte, dass überhaupt kein Zirkus in der Nähe sei und die Dame daraufhin eine Diskussion anfangen wollte, schlug die Freundlichkeit dann gleich in ein tiefes Brummen um…. und die Frau zog es vor, nun doch besser zu gehen! 😀

FAZIT: Ende gut, alles gut!

Tobys Familie

 

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Jino (Gino)

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Mastino Napoletano, kastrierter Rüde, geboren ca. 2013
Herkunft: privates TH Nähe Budapest (Ungarn)

Mitte Oktober 2015 wurde unserer österreichischen MVH-Kollegin der nächste Mastino-Notfall aus dem ärmsten Tierheim gemeldet, das wir in Ungarn kennen. Man gibt sich dort wirklich die größte Mühe, aber oft ist nicht einmal das Futter für die vielen Tiere vorhanden. Fließendes Wasser und Strom gibt es ebenfalls nicht, nur einen Generator für den Brunnen. Die Unterbringungen haben häufig nicht mal ein Dach – für einen kurzhaarigen Hund eine noch größere Katastrophe. Und in Ungarn sind die Nächte im Oktober bereits extrem kalt.

Daher wurde für Jino ganz dringend ein Zuhause oder zumindest eine Pflegestelle gesucht.

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Jino wurde als sehr verträglich mit allen anderen Hunde beschrieben. Bei fremden Menschen war er noch ein wenig schüchtern und zurückhaltend.

Zu seinem Verhalten gegenüber Kindern oder Katzen und anderen Tieren ist bisher nichts bekannt.

Auf den Bildern konnte man aber zumindest sehen, dass bei dem Rüden bereits ein Lifting in Form einer Kopfhautraffung vorgenommen worden ist: er hatte also irgendwann einmal ein Zuhause, in dem es ihm aber sicher nicht gut ging, da sein Verhalten Bände sprach: der Bub befürchtete erst einmal Prügel.  🙁

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Bereits einen Tag, nachdem wir Jino online genommen hatten, meldete sich eine Familie mit heranwachsender Tochter, die unsere HP regelmäßig besucht: man suchte zwar nicht dringend einen weiteren Hund, war aber der Meinung, dass ein Rüde ihr Leben bereichern und  vor allem der bereits vorhandenen Hündin (Mix aus Mastino, Cane Corso und Bullmastiff) gut tun könnte. Und da war der Familie Jino ins Auge gefallen.  😀

Die Familie wohnt auf dem Land in Ostseenähe, das Haus ist komplett ebenerdig, der riesige Garten ist molossersicher eingezäunt und jederzeit für die Hunde zugänglich. Molossererfahrung vorhanden ebenso wie ein guter Hundetrainer, der gewaltfrei arbeitet – falls man doch Hilfe benötigen sollte.

Da nicht nur diese Vorabinfos, sondern auch die prompt aufgefüllte Selbstauskunft sehr gut klangen und auch die übermittelten Fotos vielversprechend aussahen, begannen die ersten Vorbereitungen, um Jino schnellstmöglich ausreisen zu lassen.

Zuerst einmal sollte Jino auf eine ungarische Not-Pflegestelle umsiedeln und dafür persönlich von unserer Margit und einem befreundeten Paar im Tierheim abgeholt werden.

Doch fast hätte das schon nicht geklappt!

Kurz nachdem Margit Ende Oktober mit einer Wagenladung voller Spenden losgefahren war, hatte sie einen schweren Autounfall: ein LKW hatte beschlossen, sie bzw. ihr Auto auf der Stadtautobahn zu atomisieren. Bezüglich des Wagens war ihm das erfolgreich gelungen… es musste mitsamt den ganzen Sachspenden von der Feuerwehr abgeholt werden. Dass Margit selber mit nicht allzu schweren Verletzungen überlebt hat, war pures Glück!

Starrköpfig wie Margit nun einmal ist, wollte sie Jino aber unbedingt holen. Nach der Erstversorgung ließ sie sich von ihrer Freundin in Wien abholen, sie packten die Spenden um und dann ging es ohne Navi (lag ja im Unfallwagen) auf nach Ungarn mitten in die Pampa. Die Fahrt war abenteuerlich, doch schließlich kamen sie an und packten den Rüden in ihren Transporter. Im Auto geriet der arme Kerl total in Panik und kotete sich vor lauter Angst sogar ein. Der Arme wusste nicht, was nun wieder mit ihm passierte… und wollte – in der Pflegestelle angekommen – nicht aussteigen.  Er drückte sich knurrend in die entfernteste Ecke, die Rute flach am Bauch eingeklemmt, und ließ niemanden an sich heran.

Mit einer Spur aus Nassfutterbrocken kam Jino schließlich in Margits Reichweite und sie konnte die Leine einklinken. Daraufhin hüpfte er sofort raus und ließ sich in den Garten und in seinen neuen Zwinger führen. Unsere „Mastino-Flüsterin“ redete dabei die ganze Zeit beruhigend auf ihn ein, bis der Bub zaghaft wedelt und schließlich sogar am Rücken kraulen ließ. Als sie dann ging, hat Jino herzzerreissend geheult. 🙁

Nachdem Kerlchen in seiner PS langsam auftaute und wir verlässliche Informationen zu seiner Verträglichkeit bekamen, konnten wir den Vorbesuch bei der Familie organisieren, mit der wir in ständigem Kontakt standen.

An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an das TH Lübbersdorf, das sich sofort bereit erklärt hatte, zwei ihrer Mitarbeiterinnen dort vorbeizuschicken!

Ende November fand die sehr gut gemachte VK statt und wir bekamen grünes Licht!  😀

Netterweise bot ein befreundeter ungarischer Züchter an, Jino und eine weitere Hündin Ende Dezember mitzunehmen, weil er sowieso noch Deutschland musste. Dieses tolle Angebot nahmen wir natürlich gerne an und so wurden beide Hunde am 31.12.2015 direkt bei ihren neuen Familien vorbeigefahren. 1000 Dank dafür, Attila!

Jino Kamin

Obwohl die unsichere Bambam etwas brauchte, um dem Neuzugang zu vertrauen, klappte bereits die erste Zusammenführung ohne größere Probleme und mittlerweile sind die beiden schon ein tolles Team: er ganz Gentleman und sie ganz Püppi. 😀

Jino und Bambam

Der Große hatte dank Bambams gutem Beispiel übrigens schnell raus, dass es nur Leckerchen gibt, wenn er sitzt und nicht an den Menschen hochspringt. Außerdem entpuppte er sich als neugieriger Klettermaxe, der einfach mal auf den Küchentisch krabbelt, um Muttis Kaffee zu trinken oder draußen im Überschwang über die Gartenbank hinwegspringt!

Nachdem die ersten Regeln aufgestellt wurden (wie „Nein…wir pinkeln NICHT gegen den Türrahmen“ oder „Die Motorhaube ist KEINE Aussichtsplattform“, zeigte sich Jino als supertoller, ruhiger und geduldiger Hausgenosse.

Spaziergänge fand und findet Jino einfach toll: er fordert sie mit lautem Gequengel regelrecht ein und hat einen Riesenspaß daran, alles zu erkunden.

Die Familie schreibt selber:

„Gino ist ein unbeschreiblich toller Burschi: geduldig, sanft, liebebedürftig, lustig, schlau, auf dem Spaziergang ein Traum, Ruhepol für Bambam, Kuschelbär usw, usw! Einfach unbeschreiblich.

Wir sind sehr glücklich, dieses Riesenbaby von Ihnen bekommen zu haben!“

Und wir sind SEHR glücklich, dass wir dabei behilflich sein durften, für Jino / Gino ein solch tolles neues Zuhause zu finden.

Jino Spaziergang

 

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Milan und Maya

Bordeauxdoggen Milan Maya 01

Bordeauxdoggen, Rüde und Hündin, *ca. 2011-2012.
Standort: Nähe Budapest, Ungarn

Diese beiden Bordeauxdoggen wurden in Ungarn quasi in letzter Minute aus schlimmen Verhältnissen gerettet. Sie waren total abgemagert, hatten wohl ihre letzten Kräfte mobilisiert und um’s Überleben gekämpft, bis durch die Polizei und den Tierschutz eingeschritten wurde und sie Anfang Mai 2015 in Sicherheit gebracht wurden.

Der Rüde bekam den Namen „Milan„, die Hündin hieß nun „Maya„. Beide Hunde waren äußerst menschenfreundlich.

Die beiden wurden bei Mastino Mentes untergebracht und dort tierärztlich betreut, aufgepäppelt und rundum versorgt.

Aufgrund des damaligen Zustandes und des noch offenen Polizeiverfahrens waren die beiden natürlich noch nicht vermittelbar, doch nahmen wir sie schon online, um frühzeitig mit der Suche nach einem schönen Zuhause beginnen zu können. Bis die beiden aufgepäppelt und reisefähig waren, sollten auch die Formalitäten erledigt sein.

Da auf die Orga wieder eine Menge Kosten zukam (Tierarzt, diverse Untersuchungen, Spezialfutter usw.), starteten wir einen Spendenaufruf…und waren überwältigt von den vielen netten Reaktionen, Hilfsangeboten und eingehenden Spenden!

Bordeauxdoggen Milan Maya 02

Bereits Mitte Mai meldete sich ein Paar aus dem Rheinland, das bei „Bordeauxdogge sucht Couch“ unseren Hilferuf entdeckt hatte. Da der Verlust der eigenen BX noch sehr frisch war, dachte man zwar nicht an eine mögliche Übernahme, wollte aber gerne helfen und schickte gleich ein Paket mit Aufbaufutter, Vitaminen, Knochenaufbaupräparaten und ein paar Goodies nach Ungarn.

Doch damit nicht genug: Das Paar stornierte spontan seinen Pfingst-Urlaub in Italien, packte das Auto voller Sachspenden (auf dem Foto unten im Hintergrund zu sehen) und fuhr zu Mastino Mentes, um Milan & Maya sowie Terezias andere Schützlinge zu besuchen, die engagierte Tierschützerin ein paar Tage vor Ort zu unterstützen und persönlich eine Spende für die Tierarztrechnungen zu überreichen.

Beide Hunde hatten aufgrund ihrer Vorgeschichte eigentlich Angst vor Männern. Vor allem Milan brauchte grundsätzlich länger als Maya, bis er zu einem Mann hinging. Aber Ralf hat Milan sofort gemocht, sich knuddeln lassen, hingeschmissen usw… und auch Maya hatte keinerlei Berührungsängste!

Milan & Maya mit Spenden im HIntergrund

Ist das Leben nicht seltsam? Da sind Menschen, die wochenlang zugeschaut haben, wie Milan und Maya langsam verhungerten und dann gibt es Menschen, die tausende Kilometer fahren, um den beiden Notnasen zu helfen. Es sollte mehr Menschen wie diese beiden geben: das würde die Welt entschieden besser machen!

bei Terezia mit anderen Wauzis

Eine Woche lang besuchten Britta & Ralf die Bordeauxdöggelchen täglich, halfen Terezia, begleiteten sie zum Tierarzt, gingen mit Milan und Maya spazieren und verlebten eine sehr intensive und spannende Zeit, in denen die Süßen immer mehr auftauten und viel Spaß hatten. An einem Tag z.B. waren sie an einem kleinen Fluss spazieren, wo man an einer Stelle gut ans Wasser kam. Dort stellte sich heraus, dass Maya gar keine reinrassige BX ist, sondern Vorfahren aus der Familie der Schweine haben muss. Sie lag mitten im Matsch, alle Viere von sich gestreckt und fand das Ganze super.  😀

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Es kam, wie es kommen musste: in den paar Tagen in Ungarn wuchsen Milan & Maya den beiden Rheinländern unglaublich ans Herz und es tat Britta & Ralf weh, sie jeden Tag hinter Gittern zurücklassen zu müssen. Nach eingehender „Beratung“ warfen sie dann doch alle Bedenken über Bord und wollten BEIDEN Bordeauxdoggen gerne ein liebevolles Zuhause schenken, sobald sie behördlich freigegeben waren.

Mitte Juni folgte also die offizielle Bewerbung um die Doppeladoption.  😉

Obwohl die beiden für Terezia eindeutig die Wunscheltern für Milan und Maya waren, gab es keine Sonderbehandlung und wieder einmal zeigten Britta & Ralf, wie ernst auch sie die Übernahme von Nothunden nehmen: anstandslos füllten sie unsere Selbstauskunft aus, empfingen mit Freude den obligatorischen Vorbesuch in ihrem Zuhause und hatten vollstes Verständnis für die Kastrationsauflage beider Hunde.

Von Seiten der ungarischen Vermittlerin wurden alle medizinischen Befunde (Blutbefunde, Ultraschall, Röntgenbilder) zugesandt und ein neues Blutbild sowie ein Mittelmeercheck angefertigt.

So stand dann auch der Adoption bald nichts mehr im Wege. Der Schutzvertrag wurde unterzeichnet und die Abholung der beiden Hunde organisiert.

Nach knapp 3 Monaten war es dann endlich soweit:  Mit dem Auto voller Sachspenden fuhren Britta und Ralf erneut gen Ungarn… und blieben mitten in Österreich (250 km vor dem Ziel) mit einem kaputten Turbolader liegen. Dabei war ihr Wagen erst kurz vorher repariert worden!  😕

Trotz des nun folgenden Chaos ließen Britta & Ralf sich durch keine Schwierigkeit aus der Ruhe bringen. Das Auto wurde in eine Vertragswerkstatt abgeschleppt, die Versicherung stellte nach langem Hin und Her einen kleinen Leihwagen und nun hieß es, die Sachspenden irgendwie darin unterzukriegen.

Spende 01

Spende 02

Spenden 03

Es wurde eng, aber sie bewahrten sich ihren typisch rheinländischen Humor und fuhren unbeirrt (wenn auch etwas verkrampft) einfach weiter nach Ungarn!

im Auto

Glücklicherweise kamen sie heil an und die Wiedersehensfreude war bei allen, Zwei- UND Vierbeinern, groß!

So sehen strahlende Vermittler und Adoptanten aus:

Terezia und Britta

Am nächsten Tag traten Milan & Maya die Reise in ihr neues Leben an: der Bub war zwar etwas nervös, als er hinten ins Auto einstieg, doch Maya fand alles lustig und so konnte die Fahrt beginnen.

Das Auto war vollgestopft mit allen möglichen Hundesachen, jeder Menge Futter (damit die Hunde in zwei Tagen nicht darben mussten 😀 ) und die persönlichen Dinge von Britta und Ralf waren unter den Reservereifen gestopft worden.

Um den Reisestress zu minimieren, fuhr die neue Hundefamilie nicht in einem Rutsch durch, sondern durfte freundlicherweise auf einem Tierschutzhof, den Sternenhof, in Passau übernachten, für den Britta schon länger spendet. Ganz herzlichen Dank an die Tierschutzkollegen für diese nette Unterstützung!

Zuhause war schon alles vorbereitet und Milan und Maya erwartete der pure Hundeluxus: ein Garten mit privatem Wellnessbereich (Sandstrand und Plantschbecken) sowie kuschlige Schlafplätze, viele Spielzeuge und ganz tolle Leckereien. Nachdem die beiden in ihrem früheren Leben so viel Schlimmes erlebt hatten, sollte es ihnen jetzt an nichts mehr mangeln!

Und wie zu erwarten fühlen sich die beiden Süßen in ihren neuen Zuhause ausgesprochen wohl und genießen die Liebe, Geborgenheit und Aufmerksamkeit, die ihnen nun tagtäglich zuteil wird.

Schlafplatz

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Doch damit nicht genug: Ihre neuen Hundeeltern haben die beiden Knutschkartoffeln Schritt für Schritt an ein „normales“ Leben gewöhnt… mit vielen Spaziergängen, vielen Sozialkontakten und Umweltreizen. Und die M&Ms haben alles super angenommen, zeigen sich an der Seite ihrer Menschen so absolut vertrauensvoll und aufgeschlossen, dass sie bereits ganz viele Freundschaften mit den unterschiedlichsten Artgenossen, aber auch mit Menschen geschlossen haben…. und dass sie bereits nach relativ kurzer Zeit unangeleint laufen konnten und verlässlich (!) auf Zuruf zurückkommen.

Kurz und gut: Milan und Maya hätten es nicht besser treffen können!

Sie durften zusammen bleiben, lieben ihre neuen Menschen heiß und innig, werden nach Strich und Faden verwöhnt und genießen jeden Tag.

@Britta & Ralf: Wir danken euch aus tiefstem Herzen für all das, was ihr getan habt und was ihr immer noch tut. Und wir wünschen euch noch viele glückliche Jahre mit euren beiden Lieblingen. Ihr seid toll!

Familienfoto

 

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Doby-Big

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Mastino Napoletano, kastrierter Rüde, ca. 51 kg schwer, geschätzte 7 Jahre alt (ca. 2008).
Herkunft: Perrera Nähe Alicante (Spanien)

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Doby-Big wurde Mitte 2014 von seinem Besitzer in der Perrera abgegeben. Seitdem wartete er verzweifelt darauf, wieder abgeholt zu werden. Er litt extrem im Zwinger und jammerte den ganzen Tag vor sich hin.

Der Rüde war sehr freundlich zu allen Menschen und verträglich mit anderen Hunden, Katzen und Kindern.

Doby-Bigs Handycap: Sein Sehvermögen war durch zwei “Cherry Eyes” und deren Folgen eingeschränkt, im Tierheim erkannte er nur große Hindernisse. Die Cherry Eyes wurden im Oktober 2014 operiert (die Bilder stammen z.T. noch aus der Zeit vor der OP), aber eine optimale Nachbehandlung wäre natürlich im eigenen Zuhause besser möglich – auch wenn sich die Perrera-Mitarbeiter rührend um Doby-Big bemühten.

Der Mastinojunge mit den lustigen Öhrchen war reisefertig – was ihm fehlte, war ein Zuhause bei Menschen, die ein großes Herz für einen liebebedürftigen großen Hund haben, und die ihm noch eine schöne Zeit bereiten wollten.

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Doby Big im Glück

Im März 2015 flog Doby-Bigs neuer Papa nach Spanien, um den Burschen persönlich abzuholen.

Seit seinem Umzug nach Deutschland ist Doby-Big ein neuer Hund geworden: er sieht um Jahre jünger aus und ist – mastinotypisch – freundlich und gelassen mit den vorhandenen Hunden, liebenswürdig und verschmust.

Sein neuer Papa war so lieb, uns Fotos zu schicken, die wir gerne mit allen teilen möchten. Schön, dass es Menschen gibt, die auch einem alten Hund ein neues Zuhause bieten!

An dieser Stelle ein dickes DANKESCHÖN an Dobys neue Familie.

Frühstück!

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Die Gänse sind immer dabei

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Das war lecker! Und Futterneid kennen wir nicht.

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Doby und sein Kumpel Paco

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Waren da nicht noch Leckerchen?

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Dobys anstrengender Tag im Büro

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 Jumbo hat sein Glück gefunden

Am 7. Juli 2014 ist er aus Bosnien gekommen. So sah er aus, als man ihn dort auffand:

Jambo Fundhund

Die Mädels vom Shelter Tuzla haben für ihn getan, was möglich war, sie mochten ihn sehr gern, aber er war nur einer unter vielen.

Seit dem Sommer wohnt er nun mit 2 weiteren Hunden zusammen und genießt endlich all das, was er zuvor nicht hatte:

Spaziergänge

Jumbo Stock

Ein weiches Bettchen

Jumbo Bettchen

Einen kleinen Freund

Jumbo hat ein eigenes Kind

Jumbo fand seine neuen Kumpels von Anfang an sehr nett und hätte gern sofort freundlichen Kontakt aufgenommen. Der vorhandene Rüde war sich aber nicht ganz sicher, ob ihm der Familienzuwachs wirklich gefällt.

Jumbo interessiert

Aber wer kann Jumbos Charme auf Dauer schon widerstehen!

Mit ein bisschen Übung …

Alle 3

… sind die drei mittlerweile ein ganz gutes Team geworden.

Alle drei im Garten

Jumbo ist angekommen!

Jumbo und Frauchen

Jumbos Frauchen hat uns gelobt, weil sie ihn auf unserer Seite entdeckt hat, aber wir würden das gern zurückgeben:

Eine junge Familie mit Kind und 2 Hunden hatte den Mut, einem großen und völlig unbekannten Hund aus einem völlig überfüllten Asyl ein Heim zu geben. Und anstatt am ersten kleinen Problem zu scheitern und aufzugeben, wie wir es leider viel zu oft erleben, hat man gemeinsam gearbeitet. Hut ab! Und ein großes Dankeschön an solche Adoptanten.

 

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Nerone


Molossermix, kastrierter Rüde, gechipt, 60 cm groß, 45 kg schwer, 8 Jahre alt (geb. 2002).
Herkunft: Tierauffangstation in Italien

Nerone lebte mit einer Hündin auf einem unbebautem Grundstück. Der Bauer in der Nähe duldete die Tiere nicht, sie wurden misshandelt und der Bauer drohte, die Tiere zu vergiften.

Die Associazione „Pro 4 Zampe Pompei“ nahm beide Hunde auf und es stellte sich heraus, dass Nerone früher bei einem Mechaniker als Wachhund an der Kette gelebt hatte. Da er das Anwesen wohl nicht gut genug bewacht hatte, wurde er einfach auf die Straße gesetzt. Die Futtersuche  wurde für Nerone sehr schwierig, da man ihn überall verjagte und er bei den Menschen – bedingt  durch seine Größe und Statur – Angst auslöste.

Dabei war Nerone nur ein tollpatschiger Bär, der Zuwendungen und Streicheleinheiten liebte.

Nerone vertrug sich mit allen Hundedamen – nur einige bestimmte Rüden mochte er nicht! Ob er mit Katzen auskam, konnten die Vermittler leider nicht sagen.

Nerone lebte daraufhin seit über 2 Jahren in einer kleinen Transitstation und die Vermittler wünschten sich für ihn jemanden, wo er nicht viel alleine bleiben musste, neben dessen Füßen er auf seinem Kissen liegen und schnarchen konnte und der mit ihm gemütlich über die Wiesen wanderte. Einen Platz ohne volle Straßen, ohne Autos, Radfahrer und Skater, wo man sich aber mit anderen Leuten treffen konnte, die auch mit älteren Hunden langsam schwatzend unterwegs waren.

Und genau so einen Platz hat Nerone tatsächlich gefunden! 😀

Die neuen Halter waren so lieb, uns zu schreiben, dass dieser Traumhund seit März 2012 bei ihnen in Rheinhessen lebt.

Da das Paar eine Vorliebe für ältere Molosserherren entwickelt hatte und ihr geliebter Presa Canario-Opa Teddy im Dezember 2011 leider eingeschläfert werden musste, hatten sie sich entschieden, Nerone ein Zuhause zu geben und haben diese Entscheidung nie bereut!

Sie behaupten einfach mal, dass es ihm bei ihnen ganz gut geht… und nachdem sie uns Bilder aus dem neuen Zuhause geschickt haben, neigen wir dazu, dass auch zu glauben!  😀

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Bailey

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Dogo Argentino, Rüde, kastriert, geb. 11.01.2008.
Herkunft: TH Bayreuth

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Bailey wurde von seinen Vorbesitzern wegen einer Allergie des Kindes abgegeben. Vermutlich war die Mutter aber durch ihr kleines Kind und den jungen, aktiven Hund überfordert.

Der reinrassige Dogo Argentino befand sich leider schon seit knapp 4 Jahren im Tierheim, da er aufgrund seiner Größe, seiner Kraft und Intelligenz gewisse Ansprüche an seine zukünftigen Besitzer stellte. Es reichte eben nicht aus, den „Weißen Riesen“ nur zweimal am Tag kurz um den Block zu führen. Bailey bereitete es Freude, sinnvoll beschäftigt zu werden, so zum Beispiel durch Fährten- und Sucharbeit sowie andere interessante Aufgabenstellungen in der Hundeschule. 

Bailey hatte ein freundliches und soziales Wesen. Auf unkastrierte Rüden reagierte er unter Umständen recht selbstbewusst. Mit Hündinnen, die ihm körperlich gewachsen waren, spielte er ausgiebig und energiegeladen, passte sich aber durchaus dem Temperament seiner Spielgefährtin an.

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Bailey fuhr problemlos Auto, liebte Spaziergänge und war sehr darauf bedacht, dass „sein Rudel“ immer zusammenbliebt. Er mochte den Kontakt zu seinen Bezugspersonen, genoss deren Aufmerksamkeit und wollte in alle Aktivitäten einbezogen werden.

Gesucht wurde ein geeignetes Zuhause bei erfahrenen Besitzern, die in der Lage waren, mit Bailey verantwortungsvoll umzugehen! Es musste genügend Zeit für ihn vorhanden sein, die nötige Geduld aufgebracht und ein ruhiger Umgang mit ihm gepflegt werden! Ein gut eingezäuntes Grundstück, das er als zusätzlichen – nicht ausschließlichen – Bewegungsraum nutzen konnte, wäre ideal! 

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Seinen in Bayern vorgeschriebenen Wesenstest hatte Bailey übrigens in allen Bereichen positiv bestanden!

Dank seiner sehr engagierten Betreuerin durfte der Rüde mit ihr in die Hundeschule und jeden Tag dazulernen, was für den hoch intelligenten Hund so wichtig ist. Wie man auf dem Bild unten sieht, bekam Bailey regelmäßig die Gelegenheit sich, von seiner besten Seite zu zeigen. Sei es beim Spielen mit anderen Hunden oder mit Besuchergruppen im Tierheim. Vielen Dank an dieser Stelle an seine Betreuerin, die durch viele ehrenamtliche Stunden den jungen Hund so hervorragend ausgebildet hat!

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Die MVH, bei der Bailey seit dem 13.01.2010 online war, freut sich sehr, dass sich nach all diesen Jahren tatsächlich ein Paar gefunden hat, das den Großen auf unserer Seite entdeckt, sich in ihn verliebt und sich nicht gescheut hat, einem solchen TH-Langzeitinsassen ein Zuhause zu bieten.

Die neuen Besitzer waren so lieb, sich bei uns zu melden und uns von Baileys Vermittlung im Mai 2013 zu berichten. Ganz herzlichen Dank dafür!

Bailey hat sich übrigens prächtig eingelebt. Selbstverständlich besuchen seine Menschen mit ihm die Hundeschule und sind sehr glücklich mit ihrem sanften Riesen.  😀

Hier noch ein Foto aus dem neuen Zuhause:

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Luna wurde zwar nicht über die MVH vermittelt, doch zeigt ihre Geschichte, dass man nicht so schnell aufgeben sollte, wenn es mit einem Hund nicht so klappt, wie man sich das vorgestellt hatte.

Hier hat ein nicht ganz einfacher Hund ein Top-Zuhause gefunden, bei einer Frau, die trotz aller Probleme nicht aufgegeben hat, die viel an sich und mit dem Hund gearbeitet hat…. und die trotzdem auf ihre ganz eigene Art glücklich mit ihm ist und ihn über alles liebt.

Nehmt Euch also bitte Folgendes zu Herzen:

Erwartet nicht, den perfekten Hund zu finden, der sich problemlos und ohne Rückschläge sofort in Euer Leben anpasst… rechnet (gerade bei kernigeren Rassen und bei erwachsenen Hunden mit entsprechender Vergangenheit) mit Schwierigkeiten… aber lasst euch nicht entmutigen. Kämpft für euren Hund, tut etwas, „arrangiert“ euch…. es LOHNT sich! Denn auch ein schwierigerer Hund kann viele positive Eigenschaften haben, die ihn für seine Menschen, denen er vertraut, extrem liebenswert machen.

Luna

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Boerboel, unkastrierte Hündin, 10 Monate jung.
Herkunft: deutsches Tierheim

Das schreibt ihr Frauchen im Rückblick:

Ob es wirklich gut ist, einen Vermittlungstext zu Lunchen zu schreiben, wage ich zu bezweifeln. Außer es ist die Intention der MVH, dass sich Hundeliebhaber (wie ich) zukünftig lieber für ein Meerschweinchen entscheiden (wie ich das wohl tun werde).  😀

Mein Lunchen ist auf jeden Fall ein Beispiel, wie eine Vermittlung nicht laufen sollte, obwohl sicher alle Beteiligten die besten Absichten hatten. Wir sind da wohl eher das „Dumm-gelaufen-Beispiel“. 😉 Und trotzdem liebe ich diese durchgeknallte, supersensible und leider überdurchschnittlich wachsame Hunde-Chaotin. Mein Lunchen.

Nun zum Anfang:

Nachdem meine letzte Bullmastiff-Hündin verstorben war und meine Freundin wusste, dass ich wieder einen Bullmastiff haben wollte, bekam ich von ihr einen Anruf, es sei ein 10 Monate alter Bullmastiff im Tierheim abgegeben worden.

Ich sofort hingefahren und mich zu ihr in den Zwinger gesetzt. Sie sah fellmäßig aus wie ein gerupfter Fleckerlteppich und wurde vom Tierarzt der Vorbesitzer auf Pilz behandelt. Außerdem war sie sehr reserviert und sah nicht wirklich nach einem Bullmastiff aus. Aber ein BM-Mix war für mich auch völlig in Ordnung.

Zwei Tage holte ich sie auf eigene Verantwortung (wegen dem angeblichen Pilzbefall) aus dem TH und vergesellschaftete sie zuerst mal mit meinen Katzen.

Da ich – glücklicherweise – den Impfpass nicht richtig lesen konnte, fragte ich im Tierheim nach dem Original-Impfpass. Darin stand dann eine völlig andere Rasse drin, nämlich „Boerboel“. Nun gut, dachte ich, das wird kein soooo großer Unterschied sein.

Bis zum ca. 15. – 18. Monat war es auch kein sooo großer Unterschied zu meinen früheren Bullmastiffs. Aber dann fingen Probleme an, die ich bis dahin nicht kannte und auch nicht einordnen konnte.

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Eine für mich seltsame Artgenossen-Unverträglichkeit.

Luna kannte viele andere Hunde und verstand sich mit allen sehr gut. Ob groß oder klein, ob Männlein oder Weiblein, ob  kastriert oder nicht.

Bis zum Tag X, als ein neuer Hund dazukam. Den hat sie attackiert und ich verstand nicht, warum. Und nach dem Tag X war es nicht mehr möglich, sie mit fremden Hunden problemlos laufen zu lassen. Alle vorher bekannten Hunde waren (und sind) nach wie vor gar kein Problem.

Ihren (für mein Empfinden) total übersteigerten Wach- und Schutztrieb habe ich ebenfalls nicht verstanden. Ich dachte anfangs wirklich, „sie hat einen an der Waffel“. ;-).

Außerdem hatte sie die hektischen, aufgeregten und überdrehten Wesenszüge von einem Terrier. Zum besseren Verständnis: Zum Bullmastiff kam ich damals, weil mich deren Ruhe und Gelassenheit so fasziniert. 😉

Tja, und nun hatte ich auf einmal eine “Mischung“ aus Fila Brasiliero und Jack Russel.

Lunas Pilzbefall entpuppte sich als Allergie, die „Jack-Russel-Wesenszüge“ als Schilddrüsenunterfunktion und auch sonst hat mein Mädchen bei sämtlichen gesundheitlichen Problemen ganz laut „hier“ geschrien.

Für die bisher entstandenen Tierarztkosten hätte ich mir ganz locker einen schicken neuen Mittelklasse-Wagen anschaffen können. Aber wer weiss, für was es gut war: vielleicht wäre ich mit dem Wagen ja gegen einen Baum gefahren und sie hat mich damit nur vor noch Schlimmerem bewahrt. 😉

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Es gibt heute (nach sechs Jahren) immer noch Tage, an denen ich mein Lunchen am liebsten einbetonieren, vergiften, erschießen oder sonst was könnte. Aber unter uns und ganz ehrlich… eines könnte ich eben NICHT: sie einbetonieren, erschießen oder vergiften. 😉

Dazu hat sie einfach auch zu viele gute Seiten.

Mein Fazit: Einen Boerboel zu halten, ohne eigenes Territorium und ohne einen extremen Wach- und Schutzhund zu benötigen,  ist mit Einschränkungen der Lebensqualität (für Zwei- und Vierbeiner) machbar. Ich möchte aber jedem dringend davon abraten.

Trotzdem kommt für mich immer wieder nur eine Notnase in Frage. Sofern ich nicht beim Meerschweinchen bleiben sollte.  😀

Allerdings werde ich beim nächsten Mal bei der Auswahl erheblich sorgfältiger vorgehen. Heisst für mich im Moment: der Hund ist mindestens 10 Jahre alt und bestenfalls zahnlos. 😉

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Auch wenn die folgende Hündin nicht über die MVH vermittelt worden ist (schon weil es uns damals noch gar nicht gab ;-)), möchten wir ihr trotzdem einen kurzen Artikel widmen, um zu zeigen, dass auch ein absolutes Überraschungspaket sich als absoluter Traumhund entpuppen kann!

Maya (Tala)

ersatz

Bullmastiff, unkastrierte Hündin, 5 Jahre alt.
Herkunft: Campingplatz Benidorm (Spanien)

Mayas Geschichte mutet recht abenteuerlich an:

Die Betreiberin der  Website http://www.bull-mastiff.de/ erhielt im März 2004 die mail einer Bekannten, deren Eltern auf einem spanischen Campingplatz überwinterten. Auf diesem Campingplatz hatten Engländer einfach ein Bullmastiff-Mädchen zurückgelassen, deren Schicksal nun ungewiss war.

Frau Dustert nahm die Hündin, von der es nicht einmal ein Foto gab, geschweige denn nähere Infos, auf ihren Vermittlungsseite und fand glücklicherweise auch jemanden, der die Hündin übernehmen und bei der Überführung nach Deutschland helfen wollte.

Zu diesem Zeitpunkt schaltete sich eine junge Frau ein, die sich im Auftrag der Interessentin telefonisch mit Mayas „Betreuern“ in Kontakt setzte und sich – da die Hündin nicht gerne flog – spontan dazu bereiterklärte, mit dem Auto nach Spanien zu fahren, um sie abzuholen. Sie überredete noch einen Freund zum „Europa-Hopping“ und im April ging die Fahrt auch schon los!

In Benidorm angekommen, zeigte sich Maya gleich von ihrer besten Seite und eroberte die Herzen im Sturm. O-Ton: „Als wir vor dem Wohnwagen zusammensaßen, hat Maya ihren Kopf in meinen Schoß gelegt und dann war es um mich schon geschehen. Wir sind dann mit ihr am Strand spazierengegangen und ich habe sie sofort abgeleint. Ich hatte keinerlei Sorge, dass sie davon laufen könnte. Und ich hatte ein Lächeln im Gesicht wie Mona Lisa.“  😀

Am nächsten Tag traten sie auch schon die Heimreise an, fuhren komplett durch… und wurden zuhause mit der Info überrascht, dass die Interessentin Maya nun doch nicht übernehmen konnte.  Wirklich böse war die junge Frau nicht. 😉

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Hier Auszüge aus dem Brief, mit dem sie ihre Entscheidung  mitgeteilt hat:

(…) Ursprünglich bin ich tatsächlich nicht davon ausgegangen sie zu behalten, da ich ja auch für ein halbes Jahr nach Florida hätte gehen sollen. Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, sie wieder abzugeben. (Florida ist bereits abgesagt)

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Sie ist eine Zuckerpuppe und fühlt sich bei mir sauwohl, wedelt den ganzen Tag mit dem Schwanz, außer wenn sie schläft, und mit meinen zwei Katzen haut es auch schon ganz prima hin.(…)

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Mit glücklichen Grüßen

Bianca und Tala (so ist ihr wirklicher Rufname, einen schöneren wird sie noch bekommen)

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Bora

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Cane Corso, kastrierte Hündin, 67 cm groß, ca. 40 kg schwer, gechipt und tätowiert, regelmäßig geimpft, entwurmt, ca. 3,5  Jahre alt  (geb. ca. 11/2008).
Herkunft: Privatvermittlung

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Im April 2012 meldeten sich Boras sturzunglückliche Halter bei uns, weil sie für ihr über alles geliebtes Mädchen ein neues Zuhause suchten.

Das Paar hatte Bora im Alter von ca. 10 Monaten aus dem Tierheim geholt, wo sie nach einer Beschlagnahmung untergebracht war, und bei ihr wortwörtlich bei Null angefangen. Bei den ersten TH-Besuchen musste Bora (damals noch zierliche 28 kg leicht) sogar vom Gelände getragen werden, weil sie sich einfach nicht raustrauen wollte!

Menschen und Hund waren gemeinsam einen langen Weg gegangen und inzwischen war Bora – molossertypisch eben etwas später – tatsächlich erwachsen. Sie hatte viel gelernt, ihre Menschen auch. Aber nachdem es bei dem Paar u.a. beruflich einige Änderungen gab, musste man sich eingestehen, dass man Bora auf Dauer einfach nicht gerecht werden konnte. Sie ging von Montag bis Freitag in eine Hunde-Tagesstätte, da ihre Halter Vollzeit arbeiteten…kam damit aber so überhaupt nicht zurecht…und es zerriss dem Frauchen jeden Abend beinahe das Herz, wenn sie sie in der wunderbar geführten HuTa abholte und sie sich bis Zuhause kaum beruhigen wollte. Zwei Jahre lang hatte man den Luxus genossen, dass mindestens einer immer mit Hund Zuhause war, doch das ging nun leider nicht mehr und Bora kam so gar nicht mit dieser Umstellung zurecht.

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Bora selber wurde als der tollste Hund auf dem Planeten beschrieben… der es trotz alle schaffe, einen in den Wahnsinn zu treiben.  😀

Und sie war (und ist) tatsächlich ein Traum: groß, muskulös, gestromt mit kleinem weißem Fleck an der Brust, dunkle Maske, riesengroße Schlappohren und die größten Pfoten überhaupt.

Sie sei nicht futterneidisch, auch Stöckchen teile sie im Normalfall mit jedem, nur bei Quietschbällen könne es auch mal sein, dass Bora auf ihrem Eigentum bestehe!

Bora sei verträglich mit anderen Hunden, egal ob Rüde oder Hündin… Im Freilauf habe sie sich noch nie gerauft, renne tendenziell eher weg, wenn irgendwo Theater sei. Bei zu viel Gebelle nehme sie auch eher Reißaus.

An der Leine schaue das ein bissel anders aus. Da zeige sie sich von ihrer weniger mädchenhaften Seite und sei vor allem in letzter Zeit nur auf Krawall gebürstet. Andere Hunde seien dann eh doof und auch bei Menschen könne es sein, dass sie in deren Richtung belle und zetere. Es sei zwar noch nie etwas passiert, aber man müsse trotzdem immer aufpassen.

Ansonsten sei Bora schon sehr typisch Cane Corso mit “mein Heim” bewachen, bei Besuch anschlagen und Fremden gegenüber eher vorsichtig. Mit Kindern habe sie kein Problem, zumindest komme sie mit den Nichten (inzwischen 6 und 4 Jahre alt) der Halter bestens klar und lasse sich – trotz ihrer sonstigen Schreckhaftigkeit – alles gefallen.

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Brücken, Gullideckel, Treppen…alles kein Problem. Auto fahren gehe auch, wobei Bora es vermutlich nicht als ihr größtes Steckenpferd bezeichnen würde.

In der Stadt, zu laut, viele Menschen, viel Verkehr: das möge sie nicht. Sie sei – genau wir ihre Menschen – eher ein Landei. Man hatte im Rheinland sehr dörflich gewohnt, kleines Haus mit großem Garten. Bora war im Glück…ausgiebige Patrouillen am Zaun entlang und ggf. Nachbar, Nachbars Katze oder den Postler durch den Zaun anzecken….und dazu immer eine ihrer Bezugspersonen bei ihr Zuhause.

Was noch!? Grundkommandos saßen, auch wenn diese manchmal mit mehr Nachdruck von ihr abverlangt werden müssten. Bora sei gut abrufbar, sei verspielt ohne Ende, zerlege jedes Spielzeug, Papier, Stöckchen mit Hingabe in Einzelteile, habe keinen Jagdtrieb, finde Katzen vermutlich nur blöd, weil die immer wegrennen…und werde regelmäßig vom Wahnsinn heimgesucht: dann gehe es im Tiefflug über die Wiesen, wehe da, es steht ihr einer im Weg!

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Boras Halter wünschten sich für sie ein Heim, wo sie Hund sein dürfe, wo sie einen Platz auf dem Sofa neben Herrchen und/oder Frauchen habe, wo sie nur ganz wenig allein sein müsse, wo sie gerne noch den ein oder anderen 4-beinigen Spielgefährten habe und am besten noch einen großen Garten, den sie dann in Cane Corso-Manier den lieben langen Tag kontrollieren und bewachen dürfe.

Im Juni 2012 traf man sich mit Interessenten in Bremen…und merkte, dass man Bora nicht hergeben konnte. Die Vermittlung wurde daher eingestellt und noch mal alle Energien aktiviert, um eine neue HuTa oder einen Gassi Service zu suchen oder evtl. sogar eine neue Wohnung, die näher an der Arbeitsstelle lag, um Bora über Mittag starten selber betreuen zu können.

Im Oktober 2012 kam dann eine völlig verzweifelte mail der Halter: leider hatte es bei aller Zuversicht und bei allem guten Willen nicht geklappt…. man hatte zwar zwischenzeitlich eine tolle Hundetagesstätte gefunden und war gerne tagtäglich die weite Strecke dorthin gefahren, um Bora gut untergebracht zu wissen, doch so super es dort auch lief… man konnte sich leider nicht 100%-ig darauf verlassen, dass Bora immer hin konnte und meistens kamen die Ansagen so kurzfristig, dass kaum mehr Zeit zum Reagieren blieb…  😥

Die Halter waren im Dauerstress und mussten sich ständig überlegen, wo Bora notfalls hinkonnte. Leider blieben auch bislang alle Versuche, eine alternative Tagesbetreuung zu finden, erfolglos.

Bora suchte also wieder ein neues Zuhause…. noch lieber wäre es den Haltern aber  gewesen, wenn sich eine kompetente und vor allem verlässliche Tagesbetreuung finden würde, damit sie sich nicht von ihrem Liebling trennen mussten!

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Anfang Dezember 2012 dann die nächste Enttäuschung: Obwohl bereits ein fester Termin stand, an dem Bora umziehen sollte, kam dann  doch eine knappe Absage per mail… man könne sie nun doch nicht nehmen.

Doch dann war Bora endlich das Glück hold: ein junger Mann, der bereits zwei Nothunde hatte und zuletzt die wundervolle Bordeauxdogge Sljiva aufgenommen hatte, stöberte – eigentlich nur rein informativ – im Molosserforum, wo Boras Gesuch ebenfalls eingestellt worden war und stieß dabei auf die die quirlige, sportliche CC-Hündin.

Da er nun immer häufiger merkte, dass seine Sljiva älter wird und sein Wunsch nach einem Hund mit etwas sportlichem Potenzial auch etwas größer geworden war, kam dann doch recht schnell die Überlegung auf, ob dieses Power-Paket nicht vielleicht zu ihm und seinen anderen Hundedamen passen könnte.

Vor Weihnachten ging es dann schon zum “Probewohnen” zu der BX Sljiva (das Pfläumchen) und der Mix-Hündin Dana…. und seit dem 3. Januar 2013 war es amtlich: Bora durfte dort bleiben!

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Ihr neues Herrchen schreibt:

Bora war anfangs wohl eine sehr schüchterne Hündin, die nichts kannte und eher ängstlich war.

Das kann man heute von Bora nicht mehr behaupten. Sie ist mittlerweile eine lernfreudige und tolle Hündin, sportlich, gelehrig und manchmal braucht sie sogar eine „klare Ansage“.

Sie versteht sich prima mit den zwei anderen Damen in unserem Rudel und hat sich sehr gut bei uns eingelebt.

Second-Hand-Hund? – Für mich immer wieder!

Anhang 2b Anhang 8

 

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Sljiva (sprich: Schliva)

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Bordeauxdogge, kastrierte Hündin, geimpft und gechipt, auf einem Auge blind, 6 Jahre alt.
Herkunft: Privatvermittlung

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Sljiva (jugoslawisch, zu dt. “Pflaume”) stand im August 2011 zur Vermittlung, weil ihre damalige Besitzerin zuhause ausziehen musste und in ihrer neuen Wohnung keine Hundehaltung erlaubt war. Deshalb war die Hündin vorübergehend bei der Mutter der Halterin untergebracht.

Die wunderschöne Sljiva  ist von Geburt an auf einem Auge fast blind,  was sie aber überhaupt  nicht behindert. Sie hatte nicht nur den bayerischen Wesenstest bestanden, sondern war von der ehemaligen Vorbesitzerin sogar zum Therapie-Hund ausgebildet worden.

Beschrieben wurde das “Pfläumchen” als ruhige Hündin, sie sei kein Kläffer und melde auch keine Eindringlinge. Sie sei extrem anhänglich und eher unterwürfig. Außerdem sei sie extrem kinderlieb und sowohl mit mit Rüden, Hündinnen, als auch Katzen und anderen Kleintieren verträglich.

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Was nun folgte, war eine “etwas ungewöhnliche Vermittlung”, wie Sljivas neues Herrchen beschreibt:

Im Molosserforum hatte ich einen American Bulldog entdeckt, der sehr stark mein Interesse geweckt hatte. Da die Besitzer dieses Hundes leider nicht mehr erreichbar waren, rief ich bei der Molosser-Vermittlungshilfe an (die den Hund ebenfalls online  hatte) und Astrid machte mich auf Sljiva aufmerksam.

Das Vermittlungsprocedere der ehemalige Besitzerin (das Molosserforum war nur die Plattform), war mehr als merkwürdig:

Mitte September 2011 drückte sie mir Sljiva mitten in der Stadt einfach in die Hand, nahm die vereinbarte Vermittlungsgebühr und das war es dann. Keine Fragen, wohin der Hund kommt, wie sein zukünftiges Zuhause aussieht, nichts.  :-?

Sljiva kam offensichtlich aus sehr schwierigen Verhältnissen. Zum Glück hat das aber ihrem sanftmütigen und großartigen Wesen nichts anhaben können. Sie ist eine traumhafte BX-Hündin, die leider in ihrem vorherigen Leben nicht viel Schönes erlebt haben kann.

Gesundheitlich ist dieser freundliche und supersoziale Hund leider eine ziemliche Katastrophe, aber jeder Blick von ihr und jedes Schwanzwedeln lässt mich das vergessen!

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Sie lebt hier total harmonisch mit Dana zusammen, einem kleinen, quirligen, lebhaften, verschmusten und sehr liebenswürdigen Wirbelwind. Auch sie ist natürlich ein Tierschutzhund.  😉

Da ich nun aber immer häufiger merkte, dass meine Sljiva älter wird und mein Wunsch nach einem Hund mit etwas sportlichem Potenzial auch etwas größer geworden ist, habe ich Ende 2012 wieder (und eigentlich nur rein informativ) im Molosserforum “gestöbert”. Dabei bin ich auf Bora gestoßen: eine quirlige, sportliche Cane Corso-Hündin, ein Power-Paket sozusagen.

Doch dazu schreibe ich in Boras Artikel mehr. ;-)

 

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Update 21. Januar 2013:
Heute erhielten wir einen Anruf vom neuen Halter, der sich sehr freuen würde, wenn Paco hier einen „Vermittelt“-Thread mit neuen Fotos erhalten würde. Er möchte damit anderen Interessenten für ältere Großhunde Mut machen und zeigen, wie gut sich auch solche Hunde in neue Familien einfügen.

Wir haben daher diese neue Rubrik eingerichtet und warten nun auf Fotos!

Paco

Mastino Napoletano, kastrierter Rüde, gechipt, geimpft und entwurmt, 5 Jahre alt (geb. 2007).

Bei der MVH eingestellt hatten wir Paco im Auftrag von „Besondere Hunde für besondere Menschen“ am 27. Juni 2012…

Der Bursche saß damals schon seit 2 Jahren in Spanien und wartete auf einen passenden Platz bei Rassekennern. Früher lebte er bei einem schrecklichen Besitzer, der ihn und zwei Mastino-Hündinnen zusammen an der Kette gehalten hat. Eine private Tierschützerin befreite ihn aus diesen Missständen und kümmerte sich liebevoll um Paco.

Inzwischen zeigte sich der Rüde recht entspannt und lag mit anderen Hunden auf den Liegen, was vorher unmöglich erschien.

Die Spanier beschrieben Paco als großen Teddy. Nichtsdestotrotz muss man immer damit rechnen, dass sich ein Hund bei neuen Leuten ganz anders verhalten kann, als er sich vor Ort im Tierheim zeigt. Zumal Paco in seinem Leben bisher nicht viel kennengelernt hatte. Er kannte nur die Kette oder das Herumgammeln unter der Sonne Spaniens.

Gesucht wurde ein Einzelplatz (Haus mit Garten bei lieben und erfahrenen Menschen). Alternativ kam aber auch die Vermittlung zu einer souveränen und freundlichen Hündin in Frage. Außerdem sollten in der Familie keine kleinen Kinder vorhanden sein, da Paco die Ruhe und volle Aufmerksamkeit in seinem neuen Zuhause genießen möchte.

Erfahrungen mit der Rasse bzw. eine entsprechende Sachkunde zwingend erforderlich!

MastinoNapoletano_Paco_seitlich

Mittlerweile hatte sich Paco eine Leckdermatitis zugezogen – entweder hatte er Stress oder er litt unter Langeweile. Ein Grund mehr, für ihn endlich eine eigene Familie zu finden!

MastinoNapoletano_Paco_Baum

Update 29. Dezember 2012: Plötzlich ging es ganz schnell… Paco war reserviert und der zukünftige neue Halter wollte demnächst persönlich nach Spanien, um Paco abzuholen!

 

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HAPPY END!

1. Januar 2013

Im Januar 2013 erhielten wir einen Anruf vom neuen Halter eines ehemaligen Nothundes (dem Mastino Napoletano Paco), der sich sehr freuen würde, wenn sein Großer hier einen „Vermittelt“-Thread mit neuen Fotos erhalten würde. Er möchte damit anderen Interessenten für ältere Großhunde Mut machen und zeigen, wie gut sich auch solche Hunde in neue Familien einfügen.

Wir haben daher diese neue Rubrik eingerichtet und warten nun auf Fotos und Berichte!

 

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