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HAPPY END! Bullmastiff x Rottweiler Holly – Teil 2

7. April 2021

Holly

Bullmastiff-Rottweiler-Mischling, Hündin, *04/2018
Privatabgabe, Abgabe an neue Familie: 30.03.2020

Hier geht es zu Hollys Happy End, Teil 1:
https://molosser-vermittlungshilfe.de/happy-ends/happy-end-bullmastiff-x-rottweiler-holly/

Wir haben im April 2021 eine supernette mail von Holly neuer Familie bekommen, die uns einfach nur glücklich gemacht hat. 🙂

Sie zeigt so deutlich, dass man extrem viel erreichen kann, wenn man mit viel Herzblut, Geduld, der richtigen inneren Einstellung sowie mit vernünftigen Trainingsmethoden in petto einen Second-Hand-Hund übernimmt, der nicht schon „fertig“ ist und aus Sicht des Menschen immer alles richtig macht. Wenn man gemeinsam auch die großen und kleinen Tiefen des (Hunde-)Lebens meistert, wächst man erst so richtig zusammen und wird mit einem vierbeinigem Partner belohnt, der sich bestens in die Familie integriert und ohne den man sich das Leben nicht mehr vorstellen kann!

Das hat Hollys Familie geschrieben: 

Liebes Molosser-Vermittlungsteam,

………..schon 1 ganzes Jahr ist unsere Übernahme von Holly her.
 
Vielleicht erinnert Ihr euch noch an Holly, die Bullmastiff-Rottweiler Hündin, die aus Ihrer Familie raus musste und das so schnell als möglich, da es zwischen den Familienhündinnen schlimme Ressourcen-Beißereien gab.
 
Holly kam nach einem intensiven Kennenlernen zwischen unseren beiden Familien sehr schnell, blitzartig und bestens bei uns an. Holly ist heute eine Traumhündin.

Dem Trauma der Beißereien konnten wir innerhalb des vergangenen Jahres intensiv gegentrainieren. Alles braucht seine Zeit… Holly zeigte sich anfänglich ruhig , nach anfänglichem Auftauen aber dann doch vermehrt sehr offensiv anderen Hunden gegenüber. Es dauerte seine Zeit, bis wir dahinter kamen, dass sie eine unsichere Hündin ist und wir eine maximale gute Beziehung zu ihr aufbauen müssen, ansonsten übernimmt sie die Situationen. Holly braucht absolut verlässliche Partner an ihrer Seite, die ihre Ecken und Kanten kennen. Mit Beziehung ist nicht das Dosenöffnen oder Kuscheln gemeint… nein, es ist und war die Sicherheit gemeint, die sie von uns bekommen musste, um uns die Regelung von allen Situationen zu überlassen.
 
Zudem hatte Holly in allem, was sie tat, ein hohes Engergielevel, dies galt es dann für uns einzuregeln. Also Ruhe, Ruhe, Ruhe…. Keine Kontrollgänge mehr, kein Überwachen mehr, kein ständiges Hinterherlaufen mehr, kein Leinenziehen, kein in-die-Leine-Rrennen , kein Vorlaufen usw. usw. …oh Mann, keine leichte Aufgabe, aber umsetzbar.
 
Holly hat mittlerweile intensiv  gelernt, sie muss hier keine Aufgaben übernehmen, sie muss nicht ständig im Stand-By-Modus sein. Das ist anstrengend, pushte sie nur hoch und sie konnte ihre Impulse nicht gut kontrollieren. Somit hatten wir viele Übersprungshandlungen und kraftvolle Impulsreaktionen. Aufgeben war aber noch nie eine Option für uns. Ich beschäftigte mich mit vielen Trainingsmethoden. Wie es immer so ist: man muss sich aus vielem das Beste für sich und den individuellen Hund raussuchen.
 
Holly wird heute täglich mindestens 30-45 min mit einer mittlerweile äußerst schwierigen Dummysuche (mindestens 6 Stück)  in einem riesigen Waldgebiet beschäftigt (wir haben dies detailliert, Stück für Stück aufgebaut) und sie meistert ihre Aufgabe meisterhaft und ruhig. Sie ist eine ernsthafte, absolut fokussierte Hündin, wenn sie für sich passende Aufgaben bekommt. Wir sind sehr stolz auf sie!


 
Dadurch regulierte sich Hollys Energielevel massiv runter, sie ist kopfmässig absolut gut ausgelastet. Die körperliche Auslastung kommt ebenso nicht zu kurz, sie bekommt täglich ihre kleinen Spaziergänge in ruhigen Gebieten zum Dummytraining dazu und mindestens 1 x pro Woche treffen wir uns mit stattlichen Kerlen und sie darf auch mal nur rumalbern und toben. Sie ist so kaputt danach… herrlich dies zu beobachten!

Hündinnen bleiben mehr oder weniger weiterhin nicht ihre Lieblingsfreundinnen, sie beobachtet ganz genau, sie respektiert Begegnungen auf Entfernung. Beste Freundinnen werden Holly und andere weibliche Wesen auf vier Beinen aber nie. Nicht schlimm….ich als Frau kann dies ein wenig verstehen…. 😉 Wir haben gelernt: welche Alternative bietet uns Holly an, welche Alternative können wir ihr anbieten, wenn der „Feind“ sich nähert. Es klappt super, sie ist eine Hündin, die gefallen will. Sie trifft gerne auch mal eigene Entscheidungen, die aber in so kleinem Spielraum, dass es gut einschätzbar für uns ist. Den Sturkopp wird sie nie ablegen, das ist einfach unser Fräulein Hollynski. 😀

  
 
Holly ruht 2/3 des Tages super im Büro, die Corona-Zeit und das Homeoffice sind perfekt für sie….. und man merkt ihr an: genau das Richtige jeden Tag. Diese stressigen, zwanghaften Gänge… der Hund muss alle 4 Stunden raus und sofort einen langweiligen, großen Spaziergang machen,  haben wir abgeschafft. Das Lösen geht auch wunderbar im Garten, das Gebiet wo sie sich immer am sichersten fühlt. Somit sind andere Hundebegegnungen auch fast kein Thema mehr, zumindest geht es mittlerweile so gut, dass sie nicht mehr eskaliert und sich an uns fest orientiert, egal in welcher Situation.
 
Bei den früheren, vorhergehenden Spaziergängen hier im Dorf war Holly immer absolut gestresst: „Wer war in meinem Gebiet? Was machen die hier alle? usw. usw. usw…. heute ist das kein Vergleich mehr. Wenn wir mal durch unser Dorf wandern mit ihr, dann absolut entspannt und ohne großes Gezerre, einfach entspannt.


 
Ach ja, der Maulkorb ist Geschichte, wir haben ihn noch, aber Holly braucht ihn nicht mehr – das war die Sache mit fremden Gebieten und Übersprungshandlungen anderen Felsnasen gegenüber.  Der Hundepapa ist weiterhin der Meinung, das Hundemädchen braucht in jedem Stockwerk ein mega Bett,  viele farbige Geschirre und Halsbänder…. muss bei Frauen wohl so sein…. 🙂 Holly ist das wohl hündisch egal, Hauptsache mittendrin in der Familie und immer gutes Futter und Training.
 
Wir sind so glücklich, dass wir uns für Holly entschieden haben, eine zauberhafte, lustige, liebevolle Hoolligan-Hündin, sie passt so perfekt zu uns. Dies bestätigt uns tagtäglich, es lohnt sich immer einen Second-Hand-Hund aufzunehmen, mit viel  Geduld, Liebe und der notwendigen, liebevollen Konsequenz, wenn es mal nicht ganz so läuft, ist alles zu meistern.
 
Mit den Vorbesitzern haben wir ebenso noch ab und zu Kontakt, beide Seiten sind zur Ruhe gekommen, für beide Hündinnen die beste Entscheidung aus aller Sicht.
 
Danke aus vollem Herzen von uns an Euch für die tolle Möglichkeit, Holly zu finden und übernehmen zu dürfen.
 
Anbei ein paar kleine Impressionen unseres vergangenen, gemeinsamen Jahres.
 
Liebe Grüße,
die Holly-Familie 



Weitere Infos:

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