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HAPPY END! AmStaff Zeus

7. Februar 2018

American Staffordshire Terrier, unkastrierter Rüde, geb. ca. 08/2014
Herkunft: Privatvermittlung

Hallo ihr Lieben,

ich bin Zeus, ein gestromter American Staffordshire Terrier, und ich habe dank der Kampfschmuser-Vermittlungshilfe (ein „Ableger“ der Molosser-Vermittlungshilfe) ein richtig tolles Zuhause gefunden.

Bis ich dort einziehen durfte, musste ich jedoch bei meinem Vorbesitzer in Hamburg bleiben. Er war mit mir ganz schön überfordert und hatte auch gar keine Zeit für mich, aber er hat sich glücklicherweise dafür entschieden, Hilfe zu suchen und für mich ein besseres Zuhause zu finden. Da mein Vorbesitzer mich entweder in einer Box geparkt oder zu x Leuten hin- und hergereicht hatte, könnt ihr euch ja denken, dass ich keine idealen Voraussetzungen mitgebracht habe und ich erst mal eine Meeeenge lernen musste… 😉

Na ja, meine Eltern hatten bereits einen Leonberger, eine Deutsche Dogge sowie einen kleinen 5 kg-Mischling aus dem Auslandstierschutz sowie zwei Katzen.

Für mich hieß es dann im Mai 2016 ab ins neue Zuhause.

Ich hatte meine neue Familie vorher schon ein paar Mal gesehen, aber ehrlich gesagt, habe ich mich da nicht gerade von meiner besten Seite präsentiert: Bin ich doch meinem Frauchen auf dem Kopf gesprungen (weil sie einen Rucksack auf dem Rücken hatte, aber hey, der eignet sich ja auch super als Sprunghilfe), mein Herrchen habe ich permanent bestiegen und den kleinen Mischlingshund wollte ich nur jagen… Aber dennoch hatten sich meine Eltern wohl in mich verguckt und mich aufgenommen.

Ich kann euch aber sagen, das war schon ’ne Umstellung!

Gleich am ersten Tag ging es los mit der Übung „Frust aushalten“. Herrje, das kannte ich ja gar nicht.  :-/ Durchdrehen und Rumschreien hätte ich aus dem EffEff liefern können, aber Warten und Geduld? Eieiei…

Die ersten Abende wurde ich dann teilweise 70 x „auf meinen Platz“ geschickt. Mir war ja vollkommen neu, dass Zweibeiner auch durchsetzen können, was sie meinen… Na ja, relativ schnell war mir dann aber klar, dass ich es total toll finde, wenn ich nicht alles regeln muss, sondern (Anm. der Redaktion: vor allem 🙂 ) Frauchen das übernimmt. Recht schnell wusste ich, dass das zwischen Frauchen und mir die GANZ große Liebe ist, aber blöderweise ist sie ja verheiratet und will dann auch noch unverschämterweise mit den anderen Hunden im Rudel und den Katzen kuscheln. Und das fand ich eigentlich nicht so toll. Hab dann aber auch schnell gemerkt, dass ich zu mehr Streicheleinheiten komme, wenn ich die anderen nicht anstinke…

Ich muss euch unbedingt noch berichten, dass ich anfangs Null Komma Null katzenkompatibel war, denn die kannte ich bisher nicht und sonst habe ich (einmal von der Leine losgelassen) bei meinem Vorbesitzer einfach immer alles gejagt, was mir gerade so vor die Schnauze lief. und daher (sagt Frauchen) war das schon ’ne Aufgabe, mich mit den Katzen des Hauses zusammenzubringen. Die ersten Wochen habe ich die Mädels gar nicht gesehen, da ich schon bei entferntem Blickkontakt klargemacht habe, dass ich sie nicht mag…

Mit Geduld und Training kann ich euch aber nun sagen, dass die beiden Katzen wohl das Beste sind, was mir passiert ist. Und ich verkünde es jetzt der ganzen Welt: Meine Miranda (alias Puschel, eine Maine Coon) ist meine große Katzenliebe: Sie weckt mich auf, damit ich sie schmuse und sie sich an meiner Schnauze reiben kann. Ich putze ihre Ohren und sie meine, wir schlafen auch immer ganz eng und kuscheln seeeehr viel und es ist wirklich die ganz große Liebe zwischen uns…

Jetzt übergebe ich noch einmal das Wort an Frauchen (und Herrchen):

Zeus war unser erster Bollerkopp im Rudel, der leider fast in ganz Deutschland als gefährlicher Listenhund geführt und „per se“ als gefährlich abgestempelt wird. Wir widmen unseren Hunden all unsere Zeit und Aufmerksamkeit und wissen natürlich durch Lesen von Studien, anderer wissenschaftlicher Literatur oder von Seminaren, dass das alles Humbug ist!

Zeus ist sicherlich kein einfacher Hund, aber das Problemverhalten, was er mitbrachte, wurde durch falsche Haltung ausgelöst. Nicht eine Sekunde hat Zeus seinem Vorbesitzer nachgetrauert und uns stattdessen binnen kürzester Zeit seine grenzenlose Liebe geschenkt.

Erschreckend waren (mit Zeus‘ Einzug) die einsetzenden Negativerfahrungen, mit denen man plötzlich konfrontiert ist. Wir wurden (und werden sicherlich irgendwann wieder) bepöbelt, beleidigt und ausgegrenzt, seit wir Zeus im Rudel haben. Es ist schockierend zu sehen, dass die medialen Hetzkampagnen immer noch präsent sind und sich in die Köpfe eingebrannt haben, daher ist es noch wichtiger, dass es Menschen gibt, die sich für all diese Hunderassen einsetzen.

Dementsprechend danken wir allen ehrenamtlichen Helfern, die sich für unsere Kampfschmuser einsetzen. Wir haben uns im Übrigen dazu entschieden, einen zweiten Bollerkopp aus dem Tierschutz aufzunehmen, was Zeus (und natürlich  auch die anderen im Rudel) sehr gefreut hat. 🙂

Viele Grüße,
Ulrike und Mario aus Schleswig-Holstein mit

Diego, Sheldon, Felipe, Zeus und Popeye

Hier noch ein paar Fotos:

Zeus und Popeye

Popeye, Zeus und Sheldon

„Prinzesschen“ mit leichtem Fetisch für Kissen

Extragroßes Bett, damit wir alle zusammen schlafen und kuscheln können….

„Mein Baby gehört zu mir!“

 



Weitere Infos:

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