Mastino Napoletano, Rüde, *2006
30. Januar 2012George
Mastino Napoletano, kastrierter Rüde, geboren 2006.
Standort: 55286 Wörrstadt
George stammt aus einer Beschlagnahme uns wurde inzwischen dem Tierschutz Wörrstadt e.V. übereignet.
Der vermittelnde Verein schreibt über George:
Er lebte die letzten drei Jahre in einem kleinen, völlig zugemüllten Hof und war die meiste Zeit sich selbst überlassen. Sporadisch warf ihm sein Besitzer hin und wieder einen geschlossenen Sack Futter übers Hoftor. Ein Nachbar versorgte George zum Glück immer wieder mit Wasser.
Als wir George holten war er mistrauisch und sehr zurückhaltend – kein Wunder hatte er doch über Jahre kaum Menschkontakt gehabt und wenn war dieser nicht gerade freundlich.
Bei uns im Hundeheim blühte George sehr schnell auf. Seine anfängliche Scheu vor Männern wich in kurzer Zeit. Inzwischen ist er ein fröhlicher Hund, zugänglich, verschmust und sehr menschbezogen. Er bindet sich rasch an neue Menschen, die ihn gut behandeln. Zu seinem Verhalten Kindern gegenüber können wir nichts sagen. Unserer Einschätzung nach dürften aber größere, vernünftige Kinder kein Problem darstellen.
George lebt bei uns in einer Hundegruppe mit drei weiteren Hündinnen und zeigt sich sehr verspielt mit anderen Hunden, wenngleich sein Spiel als robust zu bezeichnen ist. Ist es seinem Spielkumpel zu rauh und dieser signalisiert das, reagiert er sofort darauf und nimmt sich zurück.
Mit Rüden haben wir ihn noch nicht vergesellschaftet, da George jetzt erst kastriert wird und wir im Hundeheim zwei heiße Hündinnen haben.
Grundsätzlich zeigt er ein gutes Sozialverhalten und ist auch bei Hundebegegnungen unterwegs freundlich, neutral. George geht gerne spazieren und ist dabei sehr gemütlich unterwegs. Auch Autofahren macht er problemlos mit. George ist stubenrein. Wir denken, dass er durchaus auch schon gute Zeiten erlebt hat.
An den Kopfseiten neben den Augen hat er Narben, die nach Auskunft unserer Tierärztin darauf schließen lassen, dass ihm Haut entfernt wurde.
George ist ansonsten gesund und fit und hat eine große Lebensfreude entwickelt.
Wir suchen für George Liebhaber seiner Rasse die ihn als vollwertiges Familienmitglied behandeln und in ihr Leben mit einbeziehen. George wird durch uns in sein neues Zuhause gebracht. Die Übergabe erfolgt gegen Schutzvertrag und Schutzgebühr.
Kontakt:
Karin Schramm / Christian Gansloweit
Tierschutz Wörrstadt-Hunde suchen ein Zuhause e.V.
06732-62982
0177-6905712
Hinweis:
Der hier vorgestellte Hund ist uns nicht persönlich bekannt. Alle Informationen über Charakter, Gesundheit etc. stammen von den Vermittlern. Für die Richtigkeit dieser Angaben übernehmen wir daher keinerlei Verantwortung.
Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass wir grundsätzlich keinen Einfluss auf das Vermittlungsprocedere haben. Wir bieten durch Veröffentlichung des Gesuchs auf unserer Seite lediglich ein Portal, um den Hund großflächiger bekannt zu machen.
Salvatore – gequält, verhungert, ausgesetzt
27. Februar 2010Salvatore ist tot.
Die Molosser-Vermittlungshilfe trauert mit den Mitarbeitern des Tierheims Verlorenwasser um Salvatore. Als heute der Anruf des Tierheims kam, dass der Kleine es nicht geschafft hat, hat das auch uns völlig aus der Bahn geworfen.
Diese Grausamkeit ist so unfassbar und leider doch so häufig.
Eine Bitte an alle, die am Schicksal von Salvatore Anteil genommen haben:
Das Tierheim hat für Salvatore sehr hohe Kosten gehabt, die noch lange nicht abbezahlt sind. Wer noch einen kleinen Beitrag zu den Tierarztkosten beisteuern möchte, findet die Kontonummer des Tierheims auf der HP-Startseite ganz unten. Man kann auch ganz unproblematisch per PayPal spenden und sofort eine Spendenquittung ausdrucken.
Es werden wieder solche Fälle im Tierheim ankommen, die ebenfalls Hilfe benötigen – tut es im Gedenken an Salvatore.
Danke.
Hier der Text des Tierheims:
In größter Trauer und Verzweiflung geben wir bekannt: Salvatore ist tot.
Am 30. Dezember haben wir Salvatore als Fundtier bei einem Bauernhof abgeholt. Er war dort nachts am Waldrand entlanggelaufen. Der Hund des Bauern schlug deshalb in der Nacht an. Und weil das Grundstück etwas einsam liegt, sah der Bauer nach und entdeckte den Fundhund. Er rief uns an und wir holten den Hund ab. Wir nannten ihn Salvatore.
Als wir am Bauernhof anhielten, parkten wir das Tierheimauto etwa 15 m vom Hoftor entfernt. Salvatore war so schwach, dass er den Weg bis zum Auto nicht aus eigenen Kräften schaffte.
Unser Tierheimmitarbeiter trug ihn zum Auto. Während der Fahrt jammerte Salvatore herzzerreißend.
Im Tierheim angekommen konnten wir erst einmal keine äußeren Verletzungen feststellen. Aber der arme Kerl bestand wirklich nur aus Haut und Knochen. Er konnte nicht laufen, kaum stehen, aber auch das Hinlegen war ihm nicht möglich.
Wir gaben ihm vorsichtig Futter. Er war natürlich völlig ausgehungert und sehr durstig.
Es war wunderschön für uns mitzuerleben, wie er im geheizten Zimmer und auf weichen Decken zur Ruhe kam.
Aber er konnte das Futter nur schwer verarbeiten, hatte ständig Durchfall. Wir sagten uns, der Stoffwechsel kann ja auch noch nicht funktionieren, so elend wie er dran ist. In ganz kleinen Schritten nahm er im Verlaufe der ersten Tage etwas zu, ging mit auf Gassitour, der Durchfall wurde geringfügig besser.
Natürlich hatten wir sofort Blutbilder fertigen lassen und unsere Tierärztin untersuchte gründlich. Alles ohne gravierenden Befund.
Wir setzten also darauf, dass sich im Laufe der Zeit alles richten würde.
Doch es ging nicht richtig vorwärts, den Durchfall bekamen wir nicht wirklich in den Griff. Salvatore nahm nicht so zu, wie wir uns das wünschten. Auch ganz teures Spezialfutter, das eine liebe Tierfreundin schickte, blieb nicht drin, obwohl es Salvatore gut schmeckte.
Unsere Tierärztin wusste keinen Rat mehr. Wir brachten Salvatore deshalb am Sonntag in eine Tierklinik. Dort führte man ihm per Tropf alles Gute zu um ihn aufzubauen. Auch wurde er wieder gründlichst gecheckt – doch wieder ergaben Blutbild, Ultraschall, Röntgen usw. keinen klaren Befund.
Die Ärzte schlugen uns vor, ihn zu öffnen, damit man wüsste, woran man sei und dann entsprechend vorgehen könne. Wir waren sofort einverstanden, hatten wir doch Hoffnung, dass er dann entsprechend behandelt, evtl. operiert werden kann. Die Kosten waren uns schon lange egal – wir wollten ihm nur noch helfen.
Und dann kam am Mittwoch bei der OP die böse Überraschung: Salvatores Magen und Gedärm war ein einziges verklumptes und entzündetes Knäuel.
Der Arzt sagte, er hätte es sich in seinen schlimmsten Phantasien vorher nicht ausmalen können, dass er auf so etwas treffen würde und er hätte so etwas auch noch nie zuvor gesehen. Es gäbe keinerlei Möglichkeit, da zu operieren. Salvatore hätte keine Überlebenschance. Er meinte: wenn es sein eigener Hund wäre, er würde ihn aus der Narkose nicht zurückholen sondern friedlich schlafen lassen.
Wir waren zu keinem klaren Gedanken fähig – aber letztlich gab es keine Möglichkeit – wir mussten Salvatore gehen lassen.
Das Allerschlimmste aber ist die Ursache, die der Arzt vermutet: Gewalteinwirkung von außen. Er nimmt an, dass jemand kräftig zugetreten hat.
Das macht die Sache noch soviel schlimmer und wir bekommen die Gedanken nicht aus dem Kopf, wie Salvatore gelitten haben muss. Und das sicher über viele Monate. Ob er ausgesetzt wurde oder aus seinem Martyrium weglaufen konnte? Und ob vielleicht noch mehr Tiere dort gequält werden, wo Salvatore herstammt?
Nicht nur, dass wir soviel Kraft und Geld daran gegeben haben, ihn zu retten – Salvatore war so ein besonders lieber Hund. Es mag Unsinn sein, aber wir hatten das Gefühl, seine großen Augen sahen uns immer besonders traurig an.
Wir haben alles Menschenmögliche getan und sind doch wieder einmal an unsere Grenzen gestoßen.
Es ist wirklich zum Verzweifeln.
Die Molosser-Vermittlungshilfe trauert mit den Mitarbeitern des Tierheims Verlorenwasser um Salvatore.



