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Update 13. August 2010: Leider war Fays Glück nur von kurzer Dauer. Sie wurde von einem Auto überfahren und hat den Unfall leider nicht überlebt.

Update von der Halterin (18.Juli 2010): Ich habe für meine Fay ein tolles Zuhause über Eure Seiten und das Forum gefunden. Sie wird als Zweithund zu einem Huskyrüden in ein großes Haus mit Grundstück in den Odenwald vermittelt.


18. Juni 2010: Cane Corso, kastrierte Hündin, geboren am 9.10.2008, gechipt, geimpft, regelmäßig entwurmt.

Text der abgebenden Halterin:

Wir, mein Partner und ich, haben Fay am 30.01.2009 im Alter von fast 4 Monaten von einem Firmengelände geholt, wo sie als “Unfall” mit ihren Eltern lebte.

Sie war zu diesem Zeitpunkt wohl bereits einmal vermittelt gewesen, aber zu anstrengend für die Leute und deren Pekinesen.

Auf dem Gelände ging es ihr scheinbar nicht gut, da ihr Schwanz mit Sicherheit bereits gebrochen, aber nicht behandelt war und sie auch weitere Verletzungen hatte.

Wir haben Fay mit zu uns nach Hause genommen und uns bemüht, ihr ein schönes Zuhause zu geben.

Vor 9 Wochen habe ich ein Baby bekommen, mit welchem Fay zwar gut klar kommt, das aber ihr weiter unten beschriebenes Verhalten noch weiter verstärkt hat. Nun hat mich auch noch mein Partner verlassen, so dass ich mit Hund und Baby alleine bin. Ich habe viel mit ihr und einem Hundetrainer trainiert, weil ich ganz stark gehofft hatte, dass wir es zusammen schaffen, aber Fays Probleme und der Stress, dem sie sich wegen meinem Sohn aussetzt sind zu groß für uns.

Fays Leben und Charakter:

Fay lebte seit ihrem vierten Monat mit meinem Partner, mit mir und 2 Katzen zusammen in einer Wohnung in Leipzig, Sachsen. Wir sind sehr viel mit ihr und dem Hund meiner Eltern in den Wäldern der Leipziger Umgebung unterwegs und sie besuchte regelmäßig einen Hundekindergarten.

Fay ist bislang mit jedem Hund sehr gut klar gekommen. Egal, ob Rüde, Hündin, große oder ganz kleine, alt oder jung! In dieser Hinsicht ist sie völlig unproblematisch. Auch mit unseren Katzen kommt sie sehr gut klar. Fremde Katzen auf der Straße scheint sie allerdings nicht so toll zu finden.

Fay kennt Kinder in allen Altersgruppen und kommt damit auch sehr gut klar. Beim Spielen ist sie allerdings mit ihren 1 1/2 Jahren und 55 Kilo nicht für alle Altersgruppen geeignet.

In unserer Wohnung und wenn man alleine mit ihr draußen ist (also komplett ohne Ablenkung) hört sie sehr gut. Sie kennt die Kommandos Sitz, leg dich, Decke, Hier, Platz, Aus etc. und führt sie gern aus.

In der Wohnung hat sie ihr Körbchen, in welchem sie sehr viel liegt und entspannt. Sie kennt Taburäume – Schlafzimmer und Kinderzimmer – und akzeptiert dies sehr gut.

Nun aber zu dem Problem, dessen ich einfach nicht Herr werde.

Fay ist ein sehr unsicherer Hund. Sie hat auf dem Firmengelände nicht viel kennen gelernt und das konnten wir mit ihr nicht mehr aufarbeiten. Wenn man mit ihr unterwegs ist, ist sie sehr unsicher. Sie schaut sich ständig um, kann nicht damit umgehen, wenn jemand Fremdes hinter ihr läuft (dreht sich permanent um) und knurrt und bellt alles an, was sich nur irgendwie in unsere Richtung bewegt.

Bei plötzlich auftauchenden fremden Hunden bekommt sie sich gar nicht ein! Sie bellt, knurrt, stellt ihre Bürste auf und ist erst wieder ruhig, wenn der andere Hund weg ist oder sie zu ihm kann. Dann spielt sie mit ihm!

Sie muss einfach alles abkontrollieren. Seit mein Sohn auf der Welt ist hat sich dieses Verhalten noch verschlimmert. Wir haben, wie gesagt, mit einer Hundetrainerin versucht, das Problem zu lösen, sind aber an unsere Grenzen gestoßen. Da ich nun auch noch alleine mit meinem 9 Wochen alten Baby und Fay (55 Kilo) bin und sie mit dem Verhalten unmöglich am Kinderwagen mit laufen lassen kann muss ich mich schweren Herzens von ihr trennen.

Sie ist so gestresst, dass sie immer häufiger mit Durchfall reagiert und ich glaube, dass es für sie hier nicht so gut ist.

Fay ist kastriert und sonst kerngesund.

Schön für Fay wäre eine ruhige Familie, wo sich die Leute mit der Rasse und unsicheren Hunden auskennen und wo sie vielleicht ein Grundstück hat. Denn in ihrem Zuhause fühlt sie sich sicher und ist ganz ruhig. Vor fremden Männern hat sie besonders viel Angst. Ich vermute, dass sie schon mal geschlagen oder getreten oder auf andere Art misshandelt wurde.

In eine Pflegestelle möchte ich sie ungern geben, da ich sie nicht so oft hin und her reichen möchte. Ich denke, dass dies mit ihrer Unsicherheit nicht gut für sie wäre. Ich würde also so lange wie möglich versuchen, sie bei mir zu behalten, damit sie ein tolles Zuhasue bekommt. Sie ist wirklich eine ganz Liebe. Sie schmust sehr gern, spielt sehr gern und hat noch nie irgendwem etwas getan.

Fay befindet sich in Leipzig.

 

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Update 19.Juli 2010:

Unser Buddy ist heute plötzlich und für uns alle unfassbar gestorben. Viel hat er bei uns neu kennen gelernt, sein Leben genossen, und manche andere Hunde hat er durchaus mögen gelernt, niemand hat sich je ernsthaft für ihn interessiert, war bereit, sich auf ihn einzulassen mit allen seinen „Eigenarten“, in all der Zeit, die er bei uns auf ein neues zu Hause wartete. Buddy, ein Hund aus Deutschland, mit schlechten Erfahrungen, seelischern und körperlichen Verletzungen, Ecken und Kanten… Sicher keine Schönheit, aber ein „Charakterkopp“ durch und durch!! Und so extrem liebenswert und liebevoll.

Buddy starb an akutem Herzversagen nach einem schönen Nachmittag im Grünen mit seiner Pflegemama und deren Hündinnen, aus heiterem Himmel und ohne vorherige Anzeichen. Sein Tod erschüttert uns zutiefst, gleichzeitig mahnt er uns, für die „Buddies“, die unserer Hilfe bedürfen, weiterhin da zu sein und ihnen alles zukommen zu lassen, was sie brauchen, Liebe, Zuwendung und tierärztliche Betreuung, ein artgerechtes Leben in lebenswertem Umfeld und „den Blick“ und das Verständnis … Er wird uns unvergessen bleiben, unser Knödel!!

Buddy

English Bulldog_Buddy1

4. Februar 2010:

Englische Bulldogge, kastrierter Rüde, geboren 2002, Schulterhöhe 45 cm.

Unser Verein ist gebeten worden, Buddy aufzunehmen, weil sein Frauchen durch Krankheit und Jobverlust nicht in der Lage war, ihn weiter zu versorgen.

Wer ihn sieht, bemerkt schnell: Buddy ist eine “Qualzucht”. Viel zu kurze Nase, um vernünftig atmen zu können, er schnorchelt gradezu, insbesondere, wenn er sich freut. Durch die dicken, schweren Kopffalten hängen die Augenlider schwer und ungeschützt nach unten, so hat er immer wieder Infektionen an Augen und Bindehaut. Deswegen steht eine Augen-OP Anfang Januar an, die ihm Linderung bringen soll. Sein Fell ist an manchen Stellen dünn wie ein alter abgelaufener Teppich, auch hier braucht er ab und an Medikamente.

Damit nicht genug, ist Buddy ein „Protestler“. Wenn er seinen Menschen gefunden hat und sein großes Herz verschenkt hat, will er den Menschen ganz für sich alleine. Er reagiert eifersüchtig auf andere, z. B. Besucher, und kann Kinder nicht leiden, da er mit ihnen extrem schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Muss er alleine zu Hause bleiben, reagiert er aus Protest mit Unsauberkeit und verschmutzt die Wohnung. Andere Hunde mag er nicht wirklich, er ist der typische Eigenbrötler. Mittlerweile hat Mittlerweile hat sich seine Unverträglichkeit jedoch relativiert: solange es nicht um Ressourcen geht, kann Buddy auch andere Hunde aushalten!!

Auch wenn diese Beschreibung nicht wirklich anziehend wirkt – Buddy ist ein Schatz!! Er hat Clownqualitäten, ist total fröhlich und verschmust. Alle seine negativen “Angewohnheiten” machen ihn nur umso liebenswerter. Wenn er einen dann ansieht mit seinen Triefaugen und dem Unterbiss, kann man ihm einfach nicht böse sein.

English Bulldog_Buddy

Gibt es für diesen trotz all dieser Macken extrem liebenswerten, lebensfrohen und anhänglichen Hund ein passendes Zuhause??

 

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