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Auch wenn die folgende Hündin nicht über die MVH vermittelt worden ist (schon weil es uns damals noch gar nicht gab ;-)), möchten wir ihr trotzdem einen kurzen Artikel widmen, um zu zeigen, dass auch ein absolutes Überraschungspaket sich als absoluter Traumhund entpuppen kann!

Maya (Tala)

ersatz

Bullmastiff, unkastrierte Hündin, 5 Jahre alt.
Herkunft: Campingplatz Benidorm (Spanien)

Mayas Geschichte mutet recht abenteuerlich an:

Die Betreiberin der  Website http://www.bull-mastiff.de/ erhielt im März 2004 die mail einer Bekannten, deren Eltern auf einem spanischen Campingplatz überwinterten. Auf diesem Campingplatz hatten Engländer einfach ein Bullmastiff-Mädchen zurückgelassen, deren Schicksal nun ungewiss war.

Frau Dustert nahm die Hündin, von der es nicht einmal ein Foto gab, geschweige denn nähere Infos, auf ihren Vermittlungsseite und fand glücklicherweise auch jemanden, der die Hündin übernehmen und bei der Überführung nach Deutschland helfen wollte.

Zu diesem Zeitpunkt schaltete sich eine junge Frau ein, die sich im Auftrag der Interessentin telefonisch mit Mayas „Betreuern“ in Kontakt setzte und sich – da die Hündin nicht gerne flog – spontan dazu bereiterklärte, mit dem Auto nach Spanien zu fahren, um sie abzuholen. Sie überredete noch einen Freund zum „Europa-Hopping“ und im April ging die Fahrt auch schon los!

In Benidorm angekommen, zeigte sich Maya gleich von ihrer besten Seite und eroberte die Herzen im Sturm. O-Ton: „Als wir vor dem Wohnwagen zusammensaßen, hat Maya ihren Kopf in meinen Schoß gelegt und dann war es um mich schon geschehen. Wir sind dann mit ihr am Strand spazierengegangen und ich habe sie sofort abgeleint. Ich hatte keinerlei Sorge, dass sie davon laufen könnte. Und ich hatte ein Lächeln im Gesicht wie Mona Lisa.“  😀

Am nächsten Tag traten sie auch schon die Heimreise an, fuhren komplett durch… und wurden zuhause mit der Info überrascht, dass die Interessentin Maya nun doch nicht übernehmen konnte.  Wirklich böse war die junge Frau nicht. 😉

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Hier Auszüge aus dem Brief, mit dem sie ihre Entscheidung  mitgeteilt hat:

(…) Ursprünglich bin ich tatsächlich nicht davon ausgegangen sie zu behalten, da ich ja auch für ein halbes Jahr nach Florida hätte gehen sollen. Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht, sie wieder abzugeben. (Florida ist bereits abgesagt)

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Sie ist eine Zuckerpuppe und fühlt sich bei mir sauwohl, wedelt den ganzen Tag mit dem Schwanz, außer wenn sie schläft, und mit meinen zwei Katzen haut es auch schon ganz prima hin.(…)

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Mit glücklichen Grüßen

Bianca und Tala (so ist ihr wirklicher Rufname, einen schöneren wird sie noch bekommen)

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Bora

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Cane Corso, kastrierte Hündin, 67 cm groß, ca. 40 kg schwer, gechipt und tätowiert, regelmäßig geimpft, entwurmt, ca. 3,5  Jahre alt  (geb. ca. 11/2008).
Herkunft: Privatvermittlung

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Im April 2012 meldeten sich Boras sturzunglückliche Halter bei uns, weil sie für ihr über alles geliebtes Mädchen ein neues Zuhause suchten.

Das Paar hatte Bora im Alter von ca. 10 Monaten aus dem Tierheim geholt, wo sie nach einer Beschlagnahmung untergebracht war, und bei ihr wortwörtlich bei Null angefangen. Bei den ersten TH-Besuchen musste Bora (damals noch zierliche 28 kg leicht) sogar vom Gelände getragen werden, weil sie sich einfach nicht raustrauen wollte!

Menschen und Hund waren gemeinsam einen langen Weg gegangen und inzwischen war Bora – molossertypisch eben etwas später – tatsächlich erwachsen. Sie hatte viel gelernt, ihre Menschen auch. Aber nachdem es bei dem Paar u.a. beruflich einige Änderungen gab, musste man sich eingestehen, dass man Bora auf Dauer einfach nicht gerecht werden konnte. Sie ging von Montag bis Freitag in eine Hunde-Tagesstätte, da ihre Halter Vollzeit arbeiteten…kam damit aber so überhaupt nicht zurecht…und es zerriss dem Frauchen jeden Abend beinahe das Herz, wenn sie sie in der wunderbar geführten HuTa abholte und sie sich bis Zuhause kaum beruhigen wollte. Zwei Jahre lang hatte man den Luxus genossen, dass mindestens einer immer mit Hund Zuhause war, doch das ging nun leider nicht mehr und Bora kam so gar nicht mit dieser Umstellung zurecht.

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Bora selber wurde als der tollste Hund auf dem Planeten beschrieben… der es trotz alle schaffe, einen in den Wahnsinn zu treiben.  😀

Und sie war (und ist) tatsächlich ein Traum: groß, muskulös, gestromt mit kleinem weißem Fleck an der Brust, dunkle Maske, riesengroße Schlappohren und die größten Pfoten überhaupt.

Sie sei nicht futterneidisch, auch Stöckchen teile sie im Normalfall mit jedem, nur bei Quietschbällen könne es auch mal sein, dass Bora auf ihrem Eigentum bestehe!

Bora sei verträglich mit anderen Hunden, egal ob Rüde oder Hündin… Im Freilauf habe sie sich noch nie gerauft, renne tendenziell eher weg, wenn irgendwo Theater sei. Bei zu viel Gebelle nehme sie auch eher Reißaus.

An der Leine schaue das ein bissel anders aus. Da zeige sie sich von ihrer weniger mädchenhaften Seite und sei vor allem in letzter Zeit nur auf Krawall gebürstet. Andere Hunde seien dann eh doof und auch bei Menschen könne es sein, dass sie in deren Richtung belle und zetere. Es sei zwar noch nie etwas passiert, aber man müsse trotzdem immer aufpassen.

Ansonsten sei Bora schon sehr typisch Cane Corso mit “mein Heim” bewachen, bei Besuch anschlagen und Fremden gegenüber eher vorsichtig. Mit Kindern habe sie kein Problem, zumindest komme sie mit den Nichten (inzwischen 6 und 4 Jahre alt) der Halter bestens klar und lasse sich – trotz ihrer sonstigen Schreckhaftigkeit – alles gefallen.

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Brücken, Gullideckel, Treppen…alles kein Problem. Auto fahren gehe auch, wobei Bora es vermutlich nicht als ihr größtes Steckenpferd bezeichnen würde.

In der Stadt, zu laut, viele Menschen, viel Verkehr: das möge sie nicht. Sie sei – genau wir ihre Menschen – eher ein Landei. Man hatte im Rheinland sehr dörflich gewohnt, kleines Haus mit großem Garten. Bora war im Glück…ausgiebige Patrouillen am Zaun entlang und ggf. Nachbar, Nachbars Katze oder den Postler durch den Zaun anzecken….und dazu immer eine ihrer Bezugspersonen bei ihr Zuhause.

Was noch!? Grundkommandos saßen, auch wenn diese manchmal mit mehr Nachdruck von ihr abverlangt werden müssten. Bora sei gut abrufbar, sei verspielt ohne Ende, zerlege jedes Spielzeug, Papier, Stöckchen mit Hingabe in Einzelteile, habe keinen Jagdtrieb, finde Katzen vermutlich nur blöd, weil die immer wegrennen…und werde regelmäßig vom Wahnsinn heimgesucht: dann gehe es im Tiefflug über die Wiesen, wehe da, es steht ihr einer im Weg!

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Boras Halter wünschten sich für sie ein Heim, wo sie Hund sein dürfe, wo sie einen Platz auf dem Sofa neben Herrchen und/oder Frauchen habe, wo sie nur ganz wenig allein sein müsse, wo sie gerne noch den ein oder anderen 4-beinigen Spielgefährten habe und am besten noch einen großen Garten, den sie dann in Cane Corso-Manier den lieben langen Tag kontrollieren und bewachen dürfe.

Im Juni 2012 traf man sich mit Interessenten in Bremen…und merkte, dass man Bora nicht hergeben konnte. Die Vermittlung wurde daher eingestellt und noch mal alle Energien aktiviert, um eine neue HuTa oder einen Gassi Service zu suchen oder evtl. sogar eine neue Wohnung, die näher an der Arbeitsstelle lag, um Bora über Mittag starten selber betreuen zu können.

Im Oktober 2012 kam dann eine völlig verzweifelte mail der Halter: leider hatte es bei aller Zuversicht und bei allem guten Willen nicht geklappt…. man hatte zwar zwischenzeitlich eine tolle Hundetagesstätte gefunden und war gerne tagtäglich die weite Strecke dorthin gefahren, um Bora gut untergebracht zu wissen, doch so super es dort auch lief… man konnte sich leider nicht 100%-ig darauf verlassen, dass Bora immer hin konnte und meistens kamen die Ansagen so kurzfristig, dass kaum mehr Zeit zum Reagieren blieb…  😥

Die Halter waren im Dauerstress und mussten sich ständig überlegen, wo Bora notfalls hinkonnte. Leider blieben auch bislang alle Versuche, eine alternative Tagesbetreuung zu finden, erfolglos.

Bora suchte also wieder ein neues Zuhause…. noch lieber wäre es den Haltern aber  gewesen, wenn sich eine kompetente und vor allem verlässliche Tagesbetreuung finden würde, damit sie sich nicht von ihrem Liebling trennen mussten!

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Anfang Dezember 2012 dann die nächste Enttäuschung: Obwohl bereits ein fester Termin stand, an dem Bora umziehen sollte, kam dann  doch eine knappe Absage per mail… man könne sie nun doch nicht nehmen.

Doch dann war Bora endlich das Glück hold: ein junger Mann, der bereits zwei Nothunde hatte und zuletzt die wundervolle Bordeauxdogge Sljiva aufgenommen hatte, stöberte – eigentlich nur rein informativ – im Molosserforum, wo Boras Gesuch ebenfalls eingestellt worden war und stieß dabei auf die die quirlige, sportliche CC-Hündin.

Da er nun immer häufiger merkte, dass seine Sljiva älter wird und sein Wunsch nach einem Hund mit etwas sportlichem Potenzial auch etwas größer geworden war, kam dann doch recht schnell die Überlegung auf, ob dieses Power-Paket nicht vielleicht zu ihm und seinen anderen Hundedamen passen könnte.

Vor Weihnachten ging es dann schon zum “Probewohnen” zu der BX Sljiva (das Pfläumchen) und der Mix-Hündin Dana…. und seit dem 3. Januar 2013 war es amtlich: Bora durfte dort bleiben!

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Ihr neues Herrchen schreibt:

Bora war anfangs wohl eine sehr schüchterne Hündin, die nichts kannte und eher ängstlich war.

Das kann man heute von Bora nicht mehr behaupten. Sie ist mittlerweile eine lernfreudige und tolle Hündin, sportlich, gelehrig und manchmal braucht sie sogar eine „klare Ansage“.

Sie versteht sich prima mit den zwei anderen Damen in unserem Rudel und hat sich sehr gut bei uns eingelebt.

Second-Hand-Hund? – Für mich immer wieder!

Anhang 2b Anhang 8

 

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